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Fröhliche Weihnachten, Benedicte
nach Lukas 1, 5-14+20


Irgendwann fällt dir nichts mehr ein. Seit nunmehr 26 Jahren war er Pfarrer, zunächst in einer kleinen Dorfgemeinde, dann hier in Frankfurt St. Benedikt. Und nun fiel ihm nichts mehr ein. Immer noch im Dienst aber nichts mehr zu sagen. Zacharias, der Priester im Lukasevangelium, der durfte wenigsten noch schweigen, als ihm der Glaube abhanden gekommen war. Aber heute - eine Christmette, bei der der Pfarrer eine Stunde nur schweigt während die Gemeinde auf ein Wort wartet – undenkbar.
Doch zum Glück gibt es ja das Internet. www.predigtpreis.de, dann noch in der Suchfunktion eingeben  „Weihnachten" und schon hast du eine preisgekrönte Predigt, auch wenn dir nichts mehr einfällt.
Er las noch einmal die letzten Sätze: Dass Weihnachten das Fest der Liebe sei. Dass wir alle ein bisschen mitmenschlicher sein sollten und uns für den Nachbarn erwärmen, aber auch für die Hungernden in Afrika, für die Brot für die Welt sammelt. Dann kommt Frieden in unserer Leben.
Während er zeitgleich mit dem  Amen noch den Mausklick auf „Drucken“ machte  klingelte es Sturm.
Wer konnte das sein, um diese Zeit, kurz vor Mitternacht, einen Tag vor Heiligabend? Obdachlose und Durchreisende hatten die milde Gabe schon am Morgen geholt und wer sonst einen Pfarrer brauchte, der rief an.
„Gehst du vielleicht mal Nachschauen“ rief Lissi aus dem Schlafzimmer. „Ja, ich geh ja schon“, antwortete er mürrisch.
Er ging die Treppe hinunter und öffnete die Tür. Vor ihm stand eine zitternde und frierende Gestalt, viel zu dünn angezogen und nur die langen blonden Haare boten ein wenig Schutz vor der Kälte. Die Nase triefte. Das Gesicht war nach unten gebeugt. „Darf ich reinkommen?“
„Mein Gott Maja, wo kommst du denn her?“ Er hatte einen Augenblick gebraucht, um sie wiederzuerkennen. Sie musste jetzt etwa 16 Jahre alt sein. Das letzte Mal hatte er sie gesehen, da war sie, seine Nichte aus Brotloch. „Hab’s zu Hause nicht mehr ausgehalten“.

Er öffnete die Tür ganz: „Ja, jetzt komm erst mal rein.“  Sie gingen die Treppe hoch durch einen langen Flur in das Esszimmer.
„Ist ja noch alles so wie vor 5 Jahren,“ bemerkte sie. Nur das Bild  am Eingang war neu: "Gottes zweite Heimat der Mensch." Ob sie hier eine zweite Heimat finden würden? In  der Ecke stand schon der Weihnachtsbaum im vollen Schmuck, aber die Lichter brannten noch nicht. Vor 6 Jahren war sie mal eine ganze  Woche  hier gewesen bei ihrem Onkel Hans-Peter Levin, zur Kinderbibelwoche der Benedikt Gemeinde. Sie wusste die Geschichte von damals  noch genau: Josef der Träumer, der hatte erst einen buntern Rock an und dann war er in ein tiefes schwarzes Loch  gefallen oder hinein geworfen worden, … wie auch immer. Ende der Träume jedenfalls. Aber dann hatte er gebetet und es zum mächtigsten Mann  in Ägypten gebracht.
Jetzt war sie selbst in einem tiefen, schwarzen Loch. Ob das Beten was half?
„Jetzt setz dich erst mal“, sagte Hans-Peter, den sie alle nur Hape nannten. „Magst du einen Tee?“ „Ok“. „Was führt dich denn hier her?" „Hab’s nicht mehr geschafft, euch einen Weihnachtsgruß zu schicken, da dachte ich mir, bringe ich ihn halt persönlich“. Genau genommen hatte sie auch das letzte Jahr und das davor keinen Weihnachtsgruß geschrieben, kein Anruf, keine Karte, nichts.
Während er den Tee aufsetzte musterte er sie aus den Augenwinkeln. Es musste sie eine ziemliche Überwindung gekostet haben, hier einfach so aufzukreuzen, eine Stunde vor Mitternacht.
„Mit Zucker?“ „Ja, bitte“. „Na auf den Weihnachtsgruß da bin ich gespannt – dünn bekleidet und nichts in der Hand, aber irgendwo noch eine klitzekleine Überraschung, stimmst?“
„Sie ist hier“. Maja deutete auf ihren Bauch.
„Was heißt das – hier?“
„Ich bin schwanger – kann ich bei euch bleiben?“
„Ja also, .. hm … heute Nacht, ja  und  morgen …“ es gelang ihm kaum, seine Verlegenheit zu überspielen.
„Hab mir halt gedacht, ist vielleicht besser als die Babyklappe. Tante Lissi hat sich doch immer so ein Kind gewünscht und du doch auch, na ja , … und jetzt,  also: hier ist es!.“
Ihm fiel die Kinnlade herunter. „Ja natürlich  haben wir uns immer ein Kind gewünscht, aber so, ... ich meine, dass du mit 16 Jahren… Was ist mit deiner Mutter und was sagt dein Vater und dann  gibt es da ja wohl irgendwo noch einen Mann in deinem Leben. Wir haben leider nicht mehr viel Kontakt mit deinen Eltern  seit der Trennung.“
„Babsi“ – sie nannte ihre Mutter nur mit Vornamen - „Babsi, na die ist fast ausgerastet. War ja schon ständig Stress wegen der Schule. Oder wenn ich abends mit Hasan und den anderen mit den Mopeds los bin. Die hat mich total runter gemacht. Vor allem wegen Hasan, den hat sie auf dem Kieker.  Bloß weil er keine Lehrstelle hat und Türke ist. Dabei ist ihr neuer Lover auch nur so ein Ami-Schleimer. Mit dem versteh ich mich überhaupt nicht.“
„Und dein Vater?" „Ok, Wochenende alle vierzehn Tage, … der hat irgendwie gedacht, ich geh als Jungfrau in die Ehe. Na ja, hat’s dann kapiert. Hat sich sogar mal wieder mit Babsi getroffen wegen dem Kind. Also nach zwei Jahren Rosenkrieg und einem Jahr Funkstille haben die beiden doch tatsächlich festgestellt, dass man ja auch miteinander reden kann. So direkt, einer mit dem anderen, wo sie doch sonst nur immer übereinander geredet haben, meist über mich. Na ja, das haben sie diesmal eigentlich auch - über mich  geredet, als dem letzten gemeinsamen Beziehungspunkt  und dabei festgestellt, dass sie auch mal mit mir reden müssten - gemeinsam. Was so ein Kind doch alles bewirkt.
War ja schon mal was: Babsi und Bernd, das Ex-Traumpaar von Brotloch, die reden mal wieder miteinander und mit mir, so ganz vernünftig: Also der Fötus da…, und …  ich soll doch mal überlegen, wegen Ausbildung und Schulabschluss und was ich mal werden will, weil ohne Mittlere Reife bist du nichts oder noch schlimmer als Nichts, da bis du Harzt IV. Also jedenfalls - sie gehen mal mit mir zu ´ner Beratungsstelle.“
„Und warst du da?“
„Ich bin ja ein braves Kind, manchmal jedenfalls, und wenn meine Eltern es tatsächlich schaffen, mal wieder vernünftig miteinander zu reden und sich sogar die Hand drücken, da muss ich ja auch mal vernünftig sein. Der Termin für das Ende von Benedicte ist am 7. Januar. Es ist nur ein kleiner Eingriff.“
Eine Träne rann über ihr Gesicht.
„Benedicte?“ – „Ja, so haben wir sie genannt: Benedicte, die Gesegnete. Es war wegen Barack. Barack Obama. Das heißt doch auch: der Gesegnete. Und es war diese Halloweenparty als er die Wahl gewonnen hatte. Ich meine, seine  Eltern waren doch auch geschieden, Hautfarbe schwarz, und er ist jetzt Präsident, bringt Schwarz und Weiß zusammen, Amerika und Afrika,   …und unser Kind - na, ja immerhin hat es schon mal Babsi und Bernd zusammengebracht. Das ist zwar noch nicht die Welt, aber schon mal ein Anfang.
Na ja, und dann kam die Sache mit den Weihnachtskarten.
Benedicte -  da ist mir wieder eingefallen, dass ihr ja immer noch in der Gemeinde St. Benedikt seid und ich euch ja auch mal wieder ne Weihnachtskarte schreiben könnte. Hab dann auch eine gefunden mit einem Engel drauf, und da kam mir diese Idee, dass ihr euch ja schon so lange  ein Kind wünscht und es irgendwie nie geklappt hat und…., na ja:. Hier ist es!“

Die Tür öffnete sich und Lissi kam herein.
„Maja, mein Gott, was für ein Besuch. Ich hoffe es ist nichts Schlimmes passiert und Hape hat dir einen guten Tee gemacht.“
„Nein, nichts Schlimmes, nur eine kleine Überraschung“, sagte Hape.
Lissi blieb bei ihm stehen. „Du musst entschuldigen, dass ich hier am späten Abend noch im Morgenrock herumlaufe, aber der Doktor Balthasar hat mir viel Ruhe verordnet und Liegen, wegen dem hier...“ Sie umfasste ihren schon recht runden Bauch mit den deutlichen Anzeichen einer weit vorgeschrittenen Schwangerschaft. „Wir sind so glücklich. …  Hape, kannst du mir mal gerade bei den Kompressionsstrümpfen helfen? - Dann komme ich dazu.“
„Einen kleinen Augenblick, Maja“.

„Ich verstehe.“ Er hörte ihre Worte noch, sah aber ihr Gesicht nicht mehr, als er mit Lissi ins Schlafzimmer ging. Es dauerte etwas, die Strümpfe zu wechseln. Als er zurück kam war Maja verschwunden. Er rannte die Treppe hinunter. „Maja“. Er folgte den Spuren im Schnee in die Dunkelheit: „Maja’“.
Sie stand an einen Baum gelehnt und weinte. „Maja“, er nahm sie in die Arme, und sie drückte sich an ihn. „Ist schon gut, war ja nur so eine Idee. Aber so ist es ja nun noch besser für euch, für dich und Lissi. Ich will mich da nicht reindrängen. Ich rufe Bernd an, dass ich jetzt doch Weihnachten bei ihm verbringe und er mich abholen kann.“
„Nein warte, komm erst mal wieder mit ins Haus, ich muss dir noch was erzählen.“

Sie redeten miteinander. Sie gingen die Treppe hoch, vorbei an dem Plakat „Gottes zweite Heimat - der Mensch“. Im Fenster erschien die Skyline von Frankfurt. Aus dem Wohnzimmer erklang Musik.
„Komm rein und hör dir  das an.“ Er führte sie zum Sessel in der Mitte des Zimmers „Mit der Surroundanlage denkst du, du sitzt mitten drin in der Kirche und hörst und siehst es tatsächlich: Mein Lieblingschor, die Kirchenmäuse aus Wachenbuchen… Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen – und ich befehle dir jetzt mal hier sitzen zu bleiben und zu warten solange der Chor singt, ich muss noch kurz was mit Lissi besprechen..“
Diesmal war sie sitzengeblieben. Während Maja noch dem Chor zuhört, hatte Hape Lissi auf den letzten Stand der Dinge gebracht. Nun kamen sie beide ins Wohnzimmer zurück. „Maja, wir möchten dass du bleibst. Die beiden Kinder gehören zusammen. Es ist auch bei Lissi längst noch nicht  alles klar. Weißt du wie viele Versuche wir schon hatten und wie viele Fehlgeburten? Wir sind sehr dankbar für eine tüchtige Reproduktionsmedizinerin vom Kinderwunschzentrum. Die hat uns erstmal weitergeholfen. Aber das Kind ist noch nicht geboren. Das eigentliche Problem liegt im Kopf.  Die Angst, immer wieder die Angst, und dann verkrampfst du dich. Du willst es unbedingt und gerade deswegen geht es schief. Vielleicht bist du jetzt der Engel, der uns sagt: Fürchtet euch nicht. Vielleicht bist du die zweite Option. Ich meine: Mit dir bekommen wir ja nun so oder so ein Kind, da können wir doch ganz beruhigt sein und der Krampf löst sich. Vielleicht brauchen wir das überhaupt mal hier in Pfarrhaus und Kirche: unverkrampftes Leben. Ich bitte dich: bleib.“
„Ja, wenn ich hier nicht die Jungfrau Maria spielen muss.“ antwortete Maja mit leicht widerspenstigem Unterton. „Die bin ich nämlich nicht. Aber ich kann’s ja  mal für drei Monate probieren. … Ist jedenfalls besser als mit Babsi und ihrem neuen Lover unterm Tannenbaum zu sitzen und „Ihr Kinderlein kommet“ zu singen, wo  doch im Januar schon wieder alles vorbei ist mit den Kinderlein. ...
Und der Rest,  ich meine das mit den Erziehungsberechtigen und Schule und all das,  wie soll das gehen?“
„Ich werde mit meiner Schwester reden“, sagte Lissi. Irgendwann sollten wir ja doch mal wieder zusammenkommen, so wie früher, bevor diese blöde Erbsache kam.“

Als ihr Vater starb, da war die Sache losgegangen, wegen dem neuen Testament, das der Vater gemacht hatte. Ob es gültig sei oder nicht, oder war es eher die Frage, wen der Vater wohl mehr geliebt hatte von den beiden Schwestern. Jedenfalls war die Sache vor Gericht gegangen. Anwälte hatten in Gesetzesbüchern gewälzt. Ergebnis: Den Prozess gewonnnen, die Schwester verloren.
„Ist doch jetzt eigentlich egal, ob ich im Recht bin oder nicht. Ich werde mich entschuldigen, nicht mehr auf der Gültigkeit des Testaments bestehen und Asche auf mein Haupt streuen.“ Sie griff zum Telefon. „Hallo Babsi, hier ist Lissi – und leg bitte jetzt nicht gleich wieder auf, weil … Maja ist hier bei uns.“
„Komm“, sagte Hape, „gehen wir ins Esszimmer, lassen wir die jetzt erst mal in Ruhe miteinander reden.“
„Aber ich bin nicht die heilige Jungfrau Maria“, wiederholte Maja.
„Ich weiß“, antwortete Hape, „du bist ein schwieriges pubertierendes Mädchen, das nie macht was es soll, über alles diskutieren muss, grundsätzlich erst mal protestiert und natürlich viel zu jung ist für ein Kind. Wenn ich die Geschichte recht sehe,  dann wirst du nach drei Monaten wieder aufbrechen nach Brotloch, die Stadt deiner Eltern, mit Hasan oder Yussuf oder sonst wem. Sie werden aber  keinen Platz in der Herberge haben, denn da ist jetzt der neue Lover, den du nicht magst,  und sie werden dir das Bett vor die Tür stellen.
Dein Appartement vom Sozialamt wird mehr Stall als Wohnung sein und Ochs und Esel werden dir Gesellschaft leisten. Ab und zu werden ein paar ziemlich durchgedrehte Hirten auf ihren Mopeds vorbeischauen und einen Packen Pampers mitbringen. Aber das Kind wird leben - und wir wären gerne die Paten.“
Zwölf Schläge, die Turmuhr schlug Mitternacht. „Hörst du, ein neuer Tag beginnt, der 24. Dezember. Fröhliche Weihnachten, Maja.“
„Fröhliche Weihnachten Hape.“
„Und“- sie legte die Hand auf ihren Bauch – „fröhliche Weihnachten, Benedicte.“  
Lukas 1, 5-14+20
Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester von der  Ordnung Abija, mit Namen Zacharias, und seine Frau war aus dem Geschlecht Aaron und hieß Elisabeth.
6 Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig.
7 Und sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt.
8 Und es begab sich, als Zacharias den Gottesdienst versah,
10 Und die ganze Menge des Volkes stand draußen und betete zur Stunde des Räucheropfers.
11 Da erschien ihm der Engel des Herrn und stand an der rechten Seite des Räucheraltars.
12 Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam Furcht über ihn.
13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären.
14 Und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen.
15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn.
17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft  des Propheten, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.
19 Der Engel sprach zu ihm: Ich bin  Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen.
20 Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit.
21 Und das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich..
22 Als er aber herauskam, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, daß er eine Erscheinung gehabt hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.
18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist betagt.
19 Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen.
20 Und siehe, du wirst stumm werden und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit.
21 Und das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb.
22 Als er aber herauskam, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, dass er eine Erscheinung gehabt hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.
23 Und es begab sich, als die Zeit seines Dienstes um war, da ging er heim in sein Haus.
24 Nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger und hielt sich fünf Monate verborgen und sprach:
25 So hat der Herr an mir getan in den Tagen, als er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen von mir zu nehmen.
26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,
27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
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