Am Rande der Weltgeschichte - kloster-hachborn.de

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Die Welt erkannte ihn nicht

Als Lukas Jahrzehnte nach den Ereignissen um Jesus sein Evangelium schreibt hat er ein Problem, das sich nur kreativ lösen lässt: Niemand weiß mehr etwas von der Kindheit Jesu. Kein Historiker hat etwas aufgeschrieben. Noch nicht mal Josephus, der zeitgenössische jüdische Geschichtsschreiber. Er berichtet über Herodes, Pontius Pilatus, die römischen Kaiser und andere Größen seiner Zeit. Auch ein paar Zeilen über Johannes den Täufer hat er. Doch alles, was er über Jesus von Nazareth schreibt erweist sich beim genauen Betrachten als spätere Hinzufügung von Kirchenleuten, die es nicht ertragen konnten, dass der bedeutendste Geschichtsschreiber jener Zeit Jesus von Nazareth überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Zu klein, zu unscheinbar, am Rande der Weltgeschichte war das alles damals.
„Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf,“ schreibt Johannes.
Die Zeitgenossen haben es nicht  bemerkt, und doch ist  am Ende  keine andere Geschichte der Weltliteratur so wirksam geworden wie die Weihnachtsgeschichte. Darin spiegelt sich wie Gott uns begegnet, wie er hier mitten unter uns ist. Funk und Fernsehen, Presse oder Internet kriegen es auch heute nicht mit, aber Du kannst es mitkriegen, weil  er jetzt vielleicht genau neben Dir sitzt. Oder vielleicht auch vor Dir oder es ist eine Sie und Sie singt dir von hinten ins Ohr: „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit."  Fürchte Dich nicht - in Coronazeiten kommt Gott auch mit Maske oder singt Dir per YouTube oder Facebook: "Welt ging verloren, Christ ist geboren. Freue dich o Christenheit.“

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