Kloster Hachborn - kloster-hachborn.de

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Gedanken von Zeit zu Zeit

Advent 2020

Warten auf das Heil

Das Heilmittel ist angekündigt, doch noch ist es nicht da.
Noch werden die Tage dunkler
und die Nacht wird lang -
für Manchen zu lang.
 
Wir können uns vorbereiten auf die Ankunft:
Erst mal nur draußen treffen wie die Hirten auf dem Feld,
geradeaus denken, auch wenn dir jemand in die Quere kommt.
Die Sprache darf rauer sein und Batman trägt die Maske etwas tiefer.

Schon ein Licht anzünden in der Wartezeit.
Das Heil kommt!
Anfangs noch in Windeln gewickelt.
Es lässt sich entwickeln.
Die Hirten sind systemrelevant.
Sie werden die Ersten sein.
Der Stall braucht einen großen Parkplatz
für alle, die kommen wollen.
 
Die Gelehrten, die Weisen aus Morgen- und Abendland hatten eine Vision.
Heiliger König ist, wer dem Stern folgt.
 Vieles wird anders sein als erwartet.
Ein Engel wird Aufklärung bringen in dunkler Nacht:
„ Fürchtet euch nicht …“

Zwei Engel treffen sich an Heiligabend in der Kirche. Stall und Krippe sind aufgebaut, aber die Kirche ist leer wegen Corona. Kann es in diesem Jahr überhaupt Weihnachten geben? Die Engel finden eine Weg mit einem Krippenspiel bei dem viele Szenen in der Adventszeit schon produziert werden und die Aufnahmen auch Corona-konform im Lockdown gemacht werden können. Die Menschen der Gemeinde können dabei mitwirken in Gestalt von Fotos, Videos und Sprachnachrichten, die in der Adventszeit an das Krippenspielteam gesandt werden. Das Krippenspiel kommt dann an Heiligabend als Video oder als Livestream zur Aufführung. Die Familien zuhause können sich live in Gestalt von Weihnachtsgrüßen beteiligen. Hier geht es zum Krippenspiel 2020 ....


Manchmal kommt Ostern erst nach Pfingsten


Ostern – immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond,
damit alle Welt auch nachts Licht zum Feiern hat,
ohne Strom und künstliche Beleuchtung.
Doch manchmal hängen dichte Wolken am Himmel,
manchmal zieht die Seuche übers Land,
Krankheit und Tod machen das Leben dunkel.
Du bist gefangen wie in einem Grab.
Es ist Frühlingsanfang, doch du siehst den Vollmond nicht.
Du kannst daran glauben, aber die Augen sehen ihn nicht.
Die Alten haben Ostern dann einfach verschoben
bis das Himmelslicht wieder voll zu sehen war.

Manchmal kommt Ostern erst später,
weil du dafür die Berührung brauchst.
Jemand, der dich umarmt,
und du willst deine Hand in die seine legen.
Aber der, der für dich durch die Hölle ging sagt dir:
„Noli me tangere – rühre mich nicht an!“
Die Zeit ist noch nicht reif.
Warte bis sie kommt.

Wir werden wieder an einem Tisch sitzen,
das Brot teilen, Kelch und Gläser heben.
Wenn der Wein nicht reicht,
dann verwandeln wir Wasser,
sprudeln es auf zu Prosecco, Sekt und Cidre,
machen es zu Bier und Apfelwein.
Es wird Musik da sein, ein la la la - und jeder singt mit in seiner Sprache
ein Brausen vom Himmel, ein Strahlen auf den Gesichtern.
Du könntest die ganze Welt umarmen vor Glück.

Für Thomas, den Vernünftigen, kommt die Auferstehung erst eine Woche später,
und manchmal kommt Ostern erst nach Pfingsten.



Kronenzeit


Coronazeit
Innnehalten, nachdenken,
Passionszeit. Was ist das Leben?
Es wird vieles langsamer
und manches wird beschleunigt.
Bisher schlecht bezahlte Berufe werden neu wertgeschätzt.
Manche Umarmung fehlt,
aber auch neue Kontakte entstehen.
Jetzt schon online,
und dann erst recht -
leibhaftig.
Corona - die Krone
Was ist die Krone des Lebens?

Willkommen auf der Homepage von Helmut G. Müller und dem Kloster Hachborn

Im Jahre 1821 hat einer meiner Vorfahren, der Spielmann Johann Adam Lemmer, die Reste des alten Prämonstratenser Chorherren- und Chorfraustifts Hachborn erworben. Viel ist von den alten Gebäuden nicht übriggeblieben aber manches von dem Geist, der zur Gründung des Kloster führte, ging weiter. Die Geschichte ist hier nachzulesen.
Im Jahr 2017 bin ich in die alte Heimat zurückgekehrt und habe ein paar Schätze des Geistes mitgebracht: Predigten, Hochzeiten und  viel weihnachtlichen Geist. Was ich bisher gemacht habe steht hier. Wo ich jetzt dran arbeite ist ebenfalls auf dieser Homepage zu finden.
Ende März 2020 ist nach 4 Jahren, 1 Monat und 2 Wochen Bearbeitungszeit auch die Baugenehmigung für die Neubauten auf dem Klostergelände eingetroffen (im Mittelalter ging es wesentlich schneller). Ein Stück Neubau soll schon diese Homepage sein: Dazu gehört eine Kommunikationsplattform für die Menschen, die in Hachborn beheimat sind. Vielleicht gelingt es darüber auch, während der derzeitigen Coronakrise  ein Stück Kontakt zu halten

Helmut G. Müller



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2 Kommentare

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Hans-Jürgen Peters
2020-07-07 19:33:01
Hallo Helmut,
ich habe bisher noch nicht so einen interessanten und humorvollen (!) Rückblick auf die Dienstzeit eines Pfarrers gelesen wir diesen. Die Szene beim Prälaten ist eine Verwandlung von Drama in Humor. Originell und - wie es in Deiner Predigt hieß - mit Talent.
Danke und einen lieben Gruß
Hans-Jürgen
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