Sonderreportage - Krippenspiel 2021 - kloster-hachborn.de

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Sonderreportage aus Bethlehem

Krippenspiel  2021 von Dorina Dusny-Schmidt und Lea Schmidt
geschrieben für die Krippenspielgruppe der Kirchengemeinde Ebsdorf


Zu Beginn des Gottesdienstes ist an den beiden Eingängen jeweils ein Station mit einem römischen Beamten, an der sich die Besucher per Fingerabdruck und Vornamen (Datenschutz) auf einem Plakat zur Volkszählung „registrieren“ etwas z.B. so
Römer: Gebot des Kaiser August. Jeder muß sich zählen lassen. Tragt euch in die Listen ein.
Soldat: Bitte Zertifikate vorlegen!
Gottesdienst beginnt, wird aber unterbrochen durch eine „himmlische“ Sondermeldung
Zwei Engel, einer mit Kamera und einer mit Mikro, unterbrechen den Pfarrer, Kamera-Engel kommt nach vorne:
Kamera-Engel: Es tut mir ja leid, Sie stören zu müssen, aber unsere Himmlische Reporterin macht sich gerade für eine Sondermeldung bereit...Mikro-Engel überprüft nochmal schnell, ob die Frisur und Flügel sitzen und ob das Makeup stimmt und nickt dann dem Kamaera-Engel zu
Kamera-Engel zu Pfarrer: Aber Sie haben ja hier gerade eh nichts weltveränderndes zu tun, oder? Lässt Pfarrer sprachlos stehen und geht hinter die Kamera.
Kamera-Engel geht hinter die Kamera und sagt: Wir gehen live in drei, zwei, eins und nickt dem Mikroengel zu
Mikro-Engel: Guten Abend meine sehr verehrten Zuschauer und herzlich Willkommen zu einer weltverändernden Sondermeldung hier live in Ebsdorf und gleich live in Bethlehem. Eines kann ich Ihnen schon im Voraus verraten: Euch ist heute der Heiland geboren! Alle weiteren Hintergrundinformationen sehen sie gleich hier im „Sterne-TV-Spezial“. Nach dem Werbespot erfahren sie mehr:
Nachrichtensound, evtl von Kindern
Werbung: Sind Sie auch schon lange auf der Suche nach einer Bank, die zuverlässig ist, der Sie vertrauen können und die nicht über Sie urteilt? Dann sind Sie hier richtig: Kirchenbänke werden eingeblendet und Stimme aus dem Off: Kirchenbänke, hier in unseren Kirchen finden Sie die Bank Ihres Vertrauens.
Mikro-Engel: Hier sind wir wieder mit mehr Infos zur Geburt des Heilands für Sie: Auf Grund eines Erlasses des Kaiser Augustus vor zwei Wochen müssen sich alle Menschen dieses Landes innerhalb der nächsten drei Tage schätzen lassen. An den jeweiligen Registrierstationen herrschen wegen der andauernden Pandemie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Für alle, die die Ansprache des Kaisers verpasst haben, blenden wir sie hier noch einmal ein.
Clip mit der Ansprache des Kaisers wird eingeblendet:
Kaiser Augustus: An alle Bürger dieses Landes. In den Tagen vom 24.-26.12.2021 rufe ich alle Menschen dazu auf, sich schätzen zu lassen. Dazu muss jeder in seine Heimatstadt gehen und sich dort in eine Liste eintragen lassen. Das ist ein Gebot und und Gesetz und muß beachtet werden!
Mikro-Engel: Nun, da Sie alle auf dem neusten Stand sind schalten wir live zu unseren Kollegen nach Bethlehem, denn sie stehen live direkt dort, wo das Wunder geschehen ist, und zwar vor einem Stall !!!
Video wird eingeblendet:
Engel-Reporter 1: Ich stehe hier am Ort des Geschehens, mittendrin und kann das Wunder kaum begreifen. Und das geht nicht nur mir so. Gerade stehe ich hier, neben den soeben eingetroffenen Königen und Ihrem Kamel Kasimir. Durchsage per Funk: Entwarnung: das Kamel und die drei Fußgänger, die auf der B 3 zwischen Bethlehem und Ebsdorf gesichtet wurden, sind sicher an ihrem Ziel angekommen!
Sehr geehrte Hoheiten, Sie sind weit gereist, um hier dieses Wunder zu sehen. Können Sie uns berichten wie und warum Sie hierher gereist sind?
König 1:Wir kommen aus dem Morgenland und warten seit Jahren auf die Geburt eines großen Königs
König 2: Wir haben einen besonders hellen Stern am westlichen Himmel entdeckt, diesen hier, der jetzt über dem Stall leuchtet.
König 3: Darauf haben wir schon so lange gewartet und sofort Kasimir tätschelt Kamel gesattelt und haben uns auf den Weg gemacht.
König 1. Zwischenzeitlich haben wir uns total verlaufen und sind beim König Herodes gelandet.
König 2. Ganz unter uns, ich glaube, dem kann man nicht trauen
König 3: Der war nämlich gar nicht begeistert von den Neuigkeiten
Engel-Reporter: Was für eine spannende Geschichte, gleich sind wir wieder für euch da, bei „Stern-TV-Spezial“
Webeclip wird eingeblendet: Bethlehem- Haus des Brotes, bei uns hier heißt das Backhaus. Genießen Sie die königlichen Brote der  Backhausgemeinschaften Ebasdorf , Leidenhofen und Hachborn.
Zurück in der Ebsdorfer Kirche:
Mikro-Engel: Ja, gerade hörten wir einen Bericht der drei Könige über ihre lange Reise nach Bethlehem. Toll, dass Reisen wieder möglich ist. Momentan sind ja viele Leute unterwegs, um sich zur Volkszählung registrieren zu lassen und dabei vielleicht auch Familienangehörige zu besuchen. So auch die Hirten, die unsere Reporter in Bethlehem vor dem Stall getroffen haben. Gerade kommt die Meldung rein, dass unser Kollege dort ein paar der Hirten vor die Kamera bekommen haben. Deshalb überlassen wir das Wort wieder unserem Kollegen .
Engel-Reporter: Hier ist ja wirklich was los allgemeines Geblöke und Stimmenwirrwarr im Hintergrund... wir haben gerade schon mit den Königen gesprochen. Die sind einem Stern gefolgt und hier gelandet. Wie habt ihr denn hierher gefunden, habt ihr auch eine spannende Geschichte zu erzählen?
Hirte 1: Unsere Geschichte ist mit Sicherheit viel spannender, denn bei uns gab es sogar einen Engelschor. Aber der Reihe nach und von vorne. Also, wir waren mit unseren Schafen auf dem Feld.                                                                   
Hirte 2: Wir ärgerten uns über den Befehl des Kaisers, dass wir uns alle registrieren lassen sollen.
Hirte 3: Diktatur ist das- sag ich! Uns Hirten hat noch nie jemand registriert.
Hirte 4: Nein, dem Kaiser und seinen feinen Herren kannst du nicht trauen. Die wollen alle nur ihre Schäfchen ins trockene bringen. Und unsere Schäfchen wollen sie noch dazu:
Hirte 5: Da müßte erstmal einer kommen, dem du glauben und vertrauen kannst. Der uns Hirten mal wirklich als Menschen registriert.
Hirte 1: Jedenfalls wärmten wir uns am Feuer, als es plötzlich taghell wurde.
Hirte 3: Ja, das war so krass hell, als ob mitten in der Nacht die Sonne aufgegangen wäre.
Hirte 4: wir hatten ganz schön Angst, vor allem weil plötzlich so viele von euch Engeln da waren.
Engel-Reporter: Tja, wenn wir Engel eines können, dann ist es einen tollen Auftritt hinlegen.
Hirte 1: Ein Engel hat zu uns gesprochen.
Hirte 2.: Hey warte mal, ich hab´s doch aufgenommen mit meinem Handy... hier ist es: Aufnahme des Engels wird eingespielt...
Engel: Fürchtet euch nicht! Denn ich verkündige euch eine große Freude: Euch und allen Menschen ist heute der Heiland geboren, Es ist Gott selbst, der zur Welt kommt. Folgt diesem Stern und Ihr werdet ihn finden in Windeln gewickelt in einer Krippe liegend.
Hirte 3: Das war so unglaublich. Und dann hat da ein ganzer Chor gesungen:
Hirte 2: Ja hier, schaut, da ist er: Choraufnahme wird eingespielt
Hirte 5: Das war so wunderschön
Hirte 4: Das ist doch unglaublich! Der Heiland ist ausgerechnet heute geboren  und das in einem Stall und in so einer kalten Nacht!
Hirte 1: Wir sind doch nur Hirten, doch wir waren die ersten, die davon erfahren haben. Deshalb haben wir uns auch beeilt, um ihn zu finden und sind diesem Stern gefolgt.
Hirte 2: Das Kind hat mich so schön angelacht.
Hirte 3: Der Heiland hat mich angesehen, registriert
Hirte 4: Bei dem zählst du wirklich was
Hirte 5: Das erste mal, dass ich jemandem vertraue.
Engel-Reporter: Wow, dieser Abend  hält wirklich einige Wunder bereit. Jetzt gebe ich erstmal zurück nach Ebsdorf
Mikro-Engel: Wer hätte gedacht, dass Gott sich ausgerechnet den ärmsten Menschen als erstes zeigt. Er ist immer wieder für eine Überraschung gut. Da fehlen mir echt die Worte. Herr Pfarrer, was sagen Sie denn dazu? Haben Sie so etwas schonmal erlebt?
Pfarrer :
Mikro-Engel: Oh, Stopp, ich muss Sie leider unterbrechen. Mein Kollege in Bethlehem betritt in diesem Moment den Stall, das möchten wir nicht verpassen und schalten wieder live nach Bethlehem.
Engel-Reporter öffnet leise die Stalltür und winkt sein Kamerateam heran, leg einen Zeigefinger auf die Lippen und sagt dann flüsternd:
Engel-Reporter: pssst, wir müssen jetzt alle ganz leise sein, denn wir wollen ja nicht den Heiland wecken. Langsam geht er zu Maria und Josef, die ganz verzaubert in die Krippe schauen. Maria und Josef, wie geht es euch?
Maria: Ich bin glücklich, aber echt müde. Wer hätte gedacht, dass dieser Tag so gut endet.
Josef. Ja, wenn man bedenkt, wie der Tag angefangen hat.
Engel-Reporter: Erzählt mal, wir wollen es genau wissen, Wie kam es dazu, dass ihr hier in diesem Stal gelandet sein. Im Hintergrund schreit ein Esel und muht ein Ochse
Josef: Wir sind hier in Bethlehem wegen der Volkzählung, denn ich bin hier geboren.
Leider war das ganz schön stressig. Maria hochschwanger. Dann die ganzen Hygienevorschriften in den Herbergen. 3G oder 2G. Naja und Maria ist halt wegen ihrer Schwangerschaft noch nicht geimpft. Und zum Testen blieb keine Zeit mehr. Denn unser Baby wollte auf die Welt kommen.
Maria: Ja das war ganz schön verrückt. Aber gottseidank hat ein netter Wirt uns diesen Stall zur Verfügung gestellt und mit Gottes Hilfe ist alles nocheinmal gut gegangen.
Deshalb heißt unser Kind auch Jesus, was soviel heißt wie „Gott hilft“.
Josef: Ja erst waren wir unerwünschte Fremde und jetzt sind so viele Menschen gekommen, um die Geburt unseres Kindes zu feiern. Sie haben uns sogar Geschenke mitgebracht! Hier zeigt auf Geschenke Gold, Weihrauch und Mhyrre von den Königen und Milch und dicke, warme Wolle von den Hirten. Aber das größte Geschenk ist unser Kind.
Engel-Reporter: Wow. Ich bin ganz gerührt und kann das Wunder kaum begreifen. Mir fehlen die Worte. Ich gebe zurück an meine Kollegin in Ebsdorf.
Mikro-Engel: Mir geht es ähnlich liebe Zuschauer. Ich habe einen dicken Kloß im Hals. Ich denke
Gott kommt in jedem Kind auf unsere Welt. Wisst ihr wie viele Kinder allein in diesem Jahr hier in unserer Gemeinde geboren wurden. Wie oft er sich uns in diesem Jahr auf diese Weise sichtbar gezeigt hat?
„Zahl“.
Lied + Krippenbabys vom Krippenshootig
Mikro-Engel: Meine sehr verehrten Zuschauer. Dies waren wirklich bewegende Bilder und Berichte aus Bethlehem und unserer Gemeinde, die wir so schnell nicht vergessen werden.Es ist jedes Mal ein Wunder. Und gerade in diesem Jahr ist Weihnachten ein Wunder. Nach alldem auf das wir in diesem Jahr wegen der Pandemie verzichten mussten, ist es trotzdem Weihnachten geworden. Wir mussten auf vieles verzichten, auf gemeinsame Zeit und Begegnungen mit der Familie oder Freunden, auf das Feiern von Festen, darauf ,sich frei überall bewegen zu können wo und wann man und mit wem man will. Viele Kinder mussten auf soziale Kontakte verzichten, auf den Schulalltag, auf Kindergarten, viele Großeltern auf ihre Enkel und Kinder.
Und trotz alldem sind wir heute Abend hier und feiern gemeinsam, dass der Heiland der Welt geboren ist. Ich wünsche euch allen, dass ihr euch gerade in solchen Zeiten wie heute daran erinnert, dass Gott immer wieder Wunder für uns bereit hält, klein und doch so groß. Da bleibt mir nur eines zu sagen liebe Zuschauer: Frohe Weihnachten!
Schaut zum Pfarrer: Sie können gerne wieder übernehmen.
Vielleicht können zum Schluss des Krippenspiel alle anwesenden Mitwirkenden nach vorne kommen, z.B. könnte man eine Krippe vor die Leinwand stellen und Maria und Josef dazu setzen, die Hirten und die Könige auf die eine Seite daneben und die Engel auf die andere Seite. Auf diesem Weg kann ihre Arbeit und Mühe auch live honoriert und applaudiert werden.

"Sonderreportage aus Bethlehem"  von Dorina Dusny-Schmidt und Lea Schmidt  ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International Lizenz..

Die  Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon werden erworben  durch die Angabe des Spielortes und der Zeit der Aufführung im unten stehenden Gästebuch. Es erfolgt in der Regel keine weitere Rückmeldung.


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