Kloster Hachborn - kloster-hachborn.de

Kloster Hachborn - kloster-hachborn.de

Direkt zum Seiteninhalt
Gedanken von Zeit zu Zeit

Manchmal kommt Ostern erst nach Pfingsten


Ostern – immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond,
damit alle Welt auch nachts Licht zum Feiern hat,
ohne Strom und künstliche Beleuchtung.
Doch manchmal hängen dichte Wolken am Himmel,
manchmal zieht die Seuche übers Land,
Krankheit und Tod machen das Leben dunkel.
Du bist gefangen wie in einem Grab.
Es ist Frühlingsanfang, doch du siehst den Vollmond nicht.
Du kannst daran glauben, aber die Augen sehen ihn nicht.
Die Alten haben Ostern dann einfach verschoben
bis das Himmelslicht wieder voll zu sehen war.

Manchmal kommt Ostern erst später,
weil du dafür die Berührung brauchst.
Jemand, der dich umarmt,
und du willst deine Hand in die seine legen.
Aber der, der für dich durch die Hölle ging sagt dir:
„Noli me tangere – rühre mich nicht an!“
Die Zeit ist noch nicht reif.
Warte bis sie kommt.

Wir werden wieder an einem Tisch sitzen,
das Brot teilen, Kelch und Gläser heben.
Wenn der Wein nicht reicht,
dann verwandeln wir Wasser,
sprudeln es auf zu Prosecco, Sekt und Cidre,
machen es zu Bier und Apfelwein.
Es wird Musik da sein, ein la la la - und jeder singt mit in seiner Sprache
ein Brausen vom Himmel, ein Strahlen auf den Gesichtern.
Du könntest die ganze Welt umarmen vor Glück.

Für Thomas, den Vernünftigen, kommt die Auferstehung erst eine Woche später,
und manchmal kommt Ostern erst nach Pfingsten.



Kronenzeit


Coronazeit
Innnehalten, nachdenken,
Passionszeit. Was ist das Leben?
Es wird vieles langsamer
und manches wird beschleunigt.
Bisher schlecht bezahlte Berufe werden neu wertgeschätzt.
Manche Umarmung fehlt,
aber auch neue Kontakte entstehen.
Jetzt schon online,
und dann erst recht -
leibhaftig.
Corona - die Krone
Was ist die Krone des Lebens?



Willkommen auf der Homepage von Helmut G. Müller und dem Kloster Hachborn

Im Jahre 1821 hat einer meiner Vorfahren, der Spielmann Johann Adam Lemmer, die Reste des alten Prämonstratenser Chorherren- und Chorfraustifts Hachborn erworben. Viel ist von den alten Gebäuden nicht übriggeblieben aber manches von dem Geist, der zur Gründung des Kloster führte, ging weiter. Die Geschichte ist hier nachzulesen.
Im Jahr 2017 bin ich in die alte Heimat zurückgekehrt und habe ein paar Schätze des Geistes mitgebracht: Predigten, Hochzeiten und  viel weihnachtlichen Geist. Was ich bisher gemacht habe steht hier. Wo ich jetzt dran arbeite ist ebenfalls auf dieser Homepage zu finden.
Ende März 2020 ist nach 4 Jahren, 1 Monat und 2 Wochen Bearbeitungszeit auch die Baugenehmigung für die Neubauten auf dem Klostergelände eingetroffen (im Mittelalter ging es wesentlich schneller). Ein Stück Neubau soll schon diese Homepage sein: Dazu gehört eine Kommunikationsplattform für die Menschen, die in Hachborn beheimat sind. Vielleicht gelingt es darüber auch, während der derzeitigen Koronakrise  ein Stück Kontakt zu halten

Helmut G. Müller



auf Facebook

2 Kommentare

1 2
Hans-Jürgen Peters
2020-07-07 19:32:40
Hallo Helmut,
ich habe bisher noch nicht so einen interessanten und humorvollen (!) Rückblick auf die Dienstzeit eines Pfarrers gelesen wir diesen. Die Szene beim Prälaten ist eine Verwandlung von Drama in Humor. Originell und - wie es in Deiner Predigt hieß - mit Talent.
Danke und einen lieben Gruß
Hans-Jürgen
1 2
Zurück zum Seiteninhalt