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		<title><![CDATA[Blog Pfarrer]]></title>
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		<description><![CDATA[Ab 2010]]></description>
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		<lastBuildDate>Mon, 24 Oct 2011 14:09:00 +0200</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[Pause]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_edb9008d"><div> &nbsp;</div><div>Ich habe den Blog erstmal von der Titelseite genommen. Es ist ja nun &nbsp;fast ein Jahr rum. Ein paar Gedanken muss ich noch sortieren, aber derzeit fehlen mir einfach Zeit und Geist. &nbsp;Danke also erstmal allen, die hier immer mal wieder reingeschaut haben. ( es waren mehr als zwei!). Ein Spezialist für's Internet fehlt mir immer noch. &nbsp;Ich melde mich dann wieder, wenn die Zeit reif &nbsp;ist. Bis &nbsp;dahin: Danke allen Leser.<br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 12:09:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Erntedank mit Mijes Hannes]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Geschichten"><![CDATA[Geschichten]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_i7j7jj31"><div> &nbsp;</div><div> </div><div> &nbsp;</div><div><span class="fs10lh1-5">„Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.“ &nbsp;(Martin Luther)</span><br></div><div> &nbsp;</div><div> </div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Vor 50 Jahren &nbsp;war ich 6 Jahre alt und verbrachte meine Kindheit unter Apfelbäumen. In die Schule kam ich erst ein Jahr später. &nbsp;Ich konnte noch kein Hochdeutsch. &nbsp;Einen Kindergarten , wo ich das hätte lernen können, gab es auch nicht. So fiel ich durch den Schulreifetest. Dafür aber hatte ich nun mehr als genug &nbsp;Zeit zwischen Hühnern, Kühen und Pferden in dem oberhessischen Dorf &nbsp;zu spielen - &nbsp;in aller Freiheit, ungesichert &nbsp;und meist &nbsp;ohne Aufsicht. &nbsp;Die Frauen trugen zu dieser Zeit im Dorf noch Kopftücher und andere Bedeckungen. Die Männer hatten einen Hut.</span></div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Der Stolz meines Vaters war ein Hanomag mit 24 PS und Soziussitz. Da konnte ich direkt neben ihm mit auf den Acker &nbsp;fahren. So wurde ich als Kind schon eingewiesen in meine zukünftige Aufgabe als Bauer und Hoferbe. Die Dinge waren klar geregelt.</span></div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Als ich 8 Jahre später konfirmiert wurde sah die Welt schon ganz anders aus. Mein gesamtes Konfirmationsgeld habe ich im Sommer von 69 zum Entsetzen meiner Großmutter für ein Tonbandgerät ausgegeben. &nbsp;Das war &nbsp;auch im Rückblick noch eine sehr gute Investition. Das Gerät steht heute noch im Regal meiner Heiligtümer. Denn Musik lag in der Luft, neue Musik. Um die einzufangen und mit entsprechender &nbsp;Lautstärke wieder abzuspielen brauchte man halt ein Tonbandgerät. „Affenmusik“ nannten es die Alten. Es gab immer mal wieder Ärger wegen der Lautstärke. Für uns Jugendliche aber war es Evangelium, Lebenskraft für eine neue Welt. Manchmal &nbsp;kollidierte diese kräftig mit der alten.</span></div><div> &nbsp;</div><div>Die alte Welt begenete mir damals exemplarisch in Gestalt von Mijes Hannes. Der war ein Bauer vom alten Schlag mit altem Bauernhof. Er war der Letzte, der noch mit dem Pferdefuhrwerk auf den Acker zog. Gemächlich, im Schritttempo und mit großer Seelenruhe.</div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Nach der Konfirmation traf ich ihn sonntags im Gottesdienst – wenn mein Vater meinte, es wäre Zeit mal wieder hin zu gehen. Erst nach der Konfirmation durfte man nach oben, auf die Empore wo die Männer saßen, und da saß auch er.</span></div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Mijes Hannes hatte dort seinen festen Platz. Er war immer da, auch wenn er öfters während der Predigt einschlief. Er hatte schließlich eine anstrengende Woche hinter sich, mit Arbeit von Montag in der Frühe bis Samstags spätabends und am Sonntagmorgen halt noch das Vieh füttern, damit er rechtzeitig um 9.00 Uhr in der Kirche war. Die meisten kamen auch damals weniger wegen der Predigt als wegen der Gemeinschaft: Bekanntmachungen, Dorfnachrichten, Kindstaufe, Hochzeit, Beerdigung, Missionsfest, was wird an Kuchen gebraucht und vieles mehr: Damit wir informiert waren, musste aus jeder Familie sonntags einer in der Kirche sein, und manchmal war ich eben dran.</span><span class="fs10lh1-5"> </span></div><div>Die Gespräche danach waren dabei durchaus interessant: alte Dorfgeschichten und die Neuheiten in der Welt und wie sie einzuordnen seien. &nbsp;</div><div><span class="fs10lh1-5">Weil Mijes Hannes ein freundlicher Mensch war und gerne erzählte standen wir manchmal zusammen. Die moderne Welt war ihm fremd. „Am schlimmsten“, sagte er, „sind die Ataisten“. &nbsp;„Die was?“ fragte ich zurück. Er meinte die Atheisten, aber er kannte das Wort nur als eifriger Leser des Kasseler Sonntagsblattes. So wie es da geschrieben stand, sprach er es aus: die Ataisten - die Gottesleugner, &nbsp;jene, welche die Dinge nicht &nbsp;mehr so glaubten, wie sie in der Bibel geschrieben standen.</span></div><div> &nbsp;</div><div>Doch &nbsp;wenigsten &nbsp;in der Kirche war noch alles in Ordnung, bis man ihm in einer Nacht den Apfelbaum umsägte, und das kam so: <span class="fs10lh1-5">In jenem Sommer 1969, ein paar Monate noch meiner Konfirmation, war der alte Pfarrer gegangen und einer von jenen jungen modernen Theologen gekommen, bei denen er Zweifel hatte, ob die überhaupt &nbsp;noch den richtigen Glauben haben.</span><span class="fs10lh1-5"> </span></div><div>„Es kommen auch noch mal andere Zeiten“, war sein Lieblingsspruch. Zeiten, wo all das moderne Zeug wieder verschwindet. Wo man wieder mit Pferden Landwirtschaft macht und auch die jungen Frauen wieder den Kopf bedeckt haben. Doch statt der anderen Zeiten &nbsp;kam das Jahr 1971.</div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Er hatte als letzter Pferdebauer notgedrungen doch noch den Führerschein gemacht. &nbsp;Er hatte einen „Bulldog“ (Traktor) gekauft, was im Dorf als kleine Sensation gehandelt wurde. Mit seinem Schlepper fuhr er dann durchs Dorf in einem Tempo wie bei unserem Kerbfestzug oder wie der Papst im Papamobil: Er vorneweg mit lautem Motor im 1. Gang, hinter ihm Autos, andere Bauern mit ihren Traktoren, Lastwagen und Omnibus, Mopeds und Motorräder, und das manchmal in langer Schlange. Denn Mijes Hannes fuhr mit seinem neuen Traktor auch nicht schneller als mit dem alten Pferdefuhrwerk. Sollte die moderne, mobile Welt hinter ihm doch hupen so viel sie wollte. An ihm kam keiner vorbei.</span></div><div> &nbsp;</div><div>Weil Mijes Hannes ein freundlicher Mensch war, grüßte er alle, die er am Straßenrand sah. Sie grüßten ihn freundlich zurück und dachten sich ihr Teil. <span class="fs10lh1-5">Nur für uns Jungen, die wir als Bauernsöhne mit 16 den Führerschein für Traktor und Moped hatten und nach dem Pflügen abends noch in die Disco wollten - für uns war Mias Hannes der personifizierte Zeitverlust. Hinter Mijes Hannes fahren zu müssen war eine Qual, und vorbei konnte man auch nicht, weil die Straße zu eng und zu unübersichtlich war.</span></div><div> &nbsp;</div><div>„Es kommen auch noch mal andere Zeiten“ – das blieb sein Wort. &nbsp;Als man wegen der Mähdrescher die Apfelbäume am Feldrand nach und nach abholzte, da hat er als guter lutherischer Kirchgänger noch sein Apfelbäumchen gepflanzt. <span class="fs10lh1-5">Doch dann haben sie ihm den Apfelbaum umgesägt, und zwar ausgerechnet wegen der Kirche.</span></div><div><span class="fs10lh1-5"> </span><span class="fs10lh1-5">Natürlich war Mijes Hannes auch im Kirchenvorstand. Wenigstens in der Kirche sollte doch alles so bleiben wie es war. Nun aber war im Jahre 1969 der neue Pfarrer gekommen, einer von jenen jungen, modernen Theologen, die im Weltbild von Mijes Hannes gleich nach den Atheisten kamen. </span></div><div><span class="fs10lh1-5">Als nach zwei Jahren der Kirchenvorstand &nbsp;über seine Berufung zum Stelleninhaber entscheiden sollte passierte es: </span><span class="fs10lh1-5">In den drei Dörfern, die der Pfarrer zu versorgen hatte, war eines auf der Seite des alten Pfarrers und fuhr regelmäßig zu dem in den Gottesdienst an dessen neuer Wirkungsstätte, in dem anderen Dorf hatte der junge Pfarrer eine Mehrheit und das dritte war gespalten.</span><span class="fs10lh1-5"> </span></div><div>So ging auch die Abstimmung aus: Mit der Mehrheit von einer einzigen Stimme entschied sich der Kirchenvorstand gegen den neuen Pfarrer. Der musste die Pfarrstelle räumen und das Dorf verlassen. Die Wahl war zwar geheim, aber jeder wusste: diese eine Stimme, die den Ausschlag gab, das war die von Mijes Hannes.<span class="fs10lh1-5"> </span></div><div>Eine Woche später lag dann der Apfelbaum um. <span class="fs10lh1-5">Einfach umgesägt in einer Nacht. &nbsp;Ein Mord wäre kaum schlimmer gewesen, als dieser Frevel. Luthers sprichwörtliches &nbsp;Apfelbäumchen - &nbsp;einer modernen Säge zum Opfer gefallen.</span></div><div> &nbsp;</div><div>Auch er selbst fiel bei der nächsten Kirchenvorstandswahl einem neuen Gesetz der Landeskirche zum Opfer. Keiner über 70 durfte mehr für den Kirchenvorstand kandidieren. Auch in der Kirche wollte man die dringend nötigen Veränderungen nicht ständig durch alte Pferdefuhrwerke blockiert haben.<span class="fs10lh1-5"> </span></div><div>Vielleicht &nbsp;hätte er die Welt etwas anders gesehen, hätte er selber Kinder gehabt. Vielleicht &nbsp;wäre darin ein wichtiger Impuls gewesen, sich auf die tiefgreifenden Veränderungen einzulassen und mit der nächsten Generation die neue Welt zu gestalten. Vielleicht &nbsp;wäre das Klammern- und Beharren dann eher der Zuversicht gewichen, dass auch die neue, moderne Welt keine gottlose ist.</div><div> &nbsp;<span class="fs10lh1-5">Auch wenn man jetzt nicht mehr so viel vom Herrgott sprach, so kehrte derselbe doch als die Himmelsmacht der Liebe in die Sehnsüchte und Träume der nächsten Generation &nbsp;zurück. Das Mysterium der Schöpfung, das Geheimnis der Liebe - manchmal auch das damit verbundene „ganz normale Chaos“ - &nbsp;mit den guten Augen christlichen Glaubens &nbsp;ist der dreieinige Gott so wirklich wie eh und je, oder genau genommen: noch wirklicher als wirklich.</span></div><div> &nbsp;</div><div>Auch der Hof von Mijes Hannes hat &nbsp;darin heute seinen Platz gefunden: Als schön restauriertes Fachwerkschmuckstück im alten Ortskern. Es ist zwar kein Stall mehr für Kühe und Pferde aber doch Wohnraum für Menschen. Die genießen in diesen Tagen ganz besonders die Früchte des neuen Apfelbaumes in der Mitte des Gartens.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 12:07:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA["Wir sind Papst"]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_i036fkdk"><div>

</div><div><span class="fs10">Wir sind Papst“ – während ich diese Zeilen schreibe wirft
der Besuch von Benedikt dem XVI. sein Licht voraus oder auch seine Schatten, je
nach Sichtweise. Noch im Gedächtnis haften geblieben ist die Schlagzeile der
Bildzeitung zur Wahl von Josef Ratzinger. „Wir sind Papst“, mancher hat sich
darüber geärgert, und das zu Recht, wenn man die Worte nationalistisch
versteht, etwa im gleichen Sinne wie „wir Deutschen sind Weltmeister“. Sie
ergeben bei hintergründigerer Lesart aber auch einen gut protestantischen Sinn.</span><br></div><div>

</div><div>„Wir sind Papst!“ - das lässt sich im Sinne von Martin
Luther’s Wort verstehen: „Was aus der Taufe gekrochen ist, das mag sich rühmen,
dass es schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht ist.“ So gesehen
beschreibt es eine Kirche von unten. Diese hat sich gut protestantisch längst
auch im katholischen Bereich fest etabliert und ist eine gute Basis für die
Ökumene. Umgekehrt gehören erhebliche Bauchschmerzen über die eigenen Bischöfe
der Landeskirchen schon traditionell zum evangelischen Empfinden. Sollten diese
gar den Anschein erwecken, sie würden über irgendwelche höheren Eingebungen
verfügen, die nicht grundsätzlich auch jedem Menschen offen stehen, so ist mit
gut begründetem Protest zu rechnen. Mit dem Eckpfeiler „sola scriptura“,
„allein die Schrift“, hat die Reformation die Berufung auf höhere Weihen als
Erkenntnisquellen abgelehnt, die allgemeine Lesekompetenz gefördert und die
Gründung von Volksschulen vorangetrieben. </div><div>

</div><div>Das Priestertum aller Gläubigen ist ein Wesensmerkmal
evangelischen Denkens. „Darum sind alle Christenmänner Pfaffen, alle Weiber
Pfaffinnen, es sei jung oder alt, Herr oder Knecht, Frau oder Magd, Gelehrter
oder Laie“, schreibt Martin Luther. </div><div>

</div><div>Jeder Christ könnte dementsprechend taufen, trauen,
beerdigen, Gottesdienst halten. Es ist allerdings in einer ausdifferenzierten
Gesellschaft sinnvoll, dass nicht jeder alles macht, aber jeder mit seinem
speziellen Beruf allen in guter Ordnung dient. </div><div>

</div><div>Die Spezialität des evangelischen Pfarrers ist dabei die
Kommunikation des Evangeliums. </div><div>

</div><div>Mit Lust und Freude tue ich dies vor allem dort, wo Menschen
danach fragen. So blicke ich zurück auf eine schöne Jubiläumskonfirmation. Der
Gottesdienst ist vor Jahren entstanden, weil Menschen aus den Gemeinden danach
gefragt haben und ihn mit organisierten. Gerne habe ich mich als Lobredner
(lat. Praedicator) auf den Krankenpflegeverein zur Verfügung gestellt und dabei
selbst einen Einblick gewonnen, wie das von der evangelischen Kirche
herbeigesehnte „Wachsen gegen den Trend“ gehen kann. Ich war bei der Feuerwehr,
habe das Bühnenstürmerfestival unserer Jugendtheatergruppen mit eröffnet, da
waren schöne Trauungen in Wachen- und Mittelbuchen, aber auch die sehr traurige
und zugleich trostvolle Beerdigung einer Märchenprinzessin. </div><div>

</div><div>Vielfältig geworden sind die Redesituationen. Gut geschmeckt
hat es meist auch, vom opulenten Hochzeitsessen 
bis zum kleinen Imbiss beim „Abendmahl“. Eine Vielfalt von Mitwirkenden
bezeugte dabei mit ausgezeichnetem Können auch jenseits klassischer
Kirchlichkeit: „Wir sind Papst“.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 12:04:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Kirchweih mit Hellau und Ave Maria]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_q6w91oe4"><div>

</div><div>Mariä Himmelfahrt</div><div>

</div><div>Kerb - &nbsp;15. August </div><div>

</div><div>„So soll es sein, so kann es bleiben. So hab' ich es mir
gewünscht. Alles passt perfekt zusammen, weil endlich alles stimmt.“ Eine
wunderschöne Trauung am Samstag im Nachbarort. Der Kollege hat mir zwar noch
einen Zettel zugesteckt, dass in Mittelbuchen keine Brautübergabe in der Kirche
erfolgen darf, aber es wurde ja auch der Bräutigam übergeben. Die Sängerin
singt dazu das &nbsp;Lied von Ich und Ich. Ein
Hauch vom Paradies liegt über dem Tag. Als ich abends nach Hause komme, klingt
von ferne und doch irgendwie ganz nah ein altes Liebeslied der Candles von der
Wachenbücher Kerb herüber. </div><div>

</div><div>Der nächste Morgen hat dagegen auch etwas Diabolisches.
Nicht wirklich böse, nichts Dämonisches, 
aber im wörtlichsten Sinne von Diabolos – der Durcheinanderwerfer. „Soll
der Hintergrund beim Kerbgottesdienst schwarz oder weiß sein“ &nbsp;hat die KEWA am Tag zuvor gefragt. „Was sieht
denn besser aus?“ &nbsp;So wird es an diesem
Morgen eine &nbsp;Mischung aus beiden. &nbsp;Das verspricht Spannung. </div><div>

</div><div>„Wo und wann singen wir?“ fragt der Gesangverein Vorwärts
vor dem Gottesdienst. „Am Ende oben &nbsp;auf
der &nbsp;Bühne, wie jedes Jahr“, antworte
ich. Es kommen ein paar Männer vom Männerchor und erklären: „Unser Dirigent
kommt später – aber wir singen ja sowieso immer erst am Ende“. &nbsp;Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass sie
in den Jahren zuvor immer am Anfang gesungen haben, &nbsp;aber wenn der Dirigent um 10.00 Uhr noch mit
einem anderen Chor am anderen &nbsp;Ort singt,
dann stellen wir halt das Programm um: „Dies 
ist der Tag des Herrn“ also erst ab 11.00 Uhr. </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Mittlerweile hat das Blasorchester die Bühne besetzt und die
Bläser sind heute Morgen so zahlreich, dass oben alles voll &nbsp;ist. „Könnt ihr auch unten singen und ein
Lied zu Beginn“ frage ich den gemischten Chor „Vorwärts 1903“. Ein Lied zu
Beginn ist in Ordnung, das zweite geht halt nicht, weil es das Lied zum Segen
ist und der kommt halt nun mal zum Schluss. „Unten singen geht nicht, denn
sonst fehlt das Klangvolumen“, sagen die Sängerinnen. Oben sitzt aber doch das
Blasorchester. „Dann stellen wir uns halt davor“. „good new’s chariots coming“
proben die Kirchenmäuse &nbsp;noch im Separee.
Zwischendrin kommt der Propst Ich hab‘ vergessen, dass unser
Vertretungsküsterin ja noch mit dem Kirchenchor probt. Irgendjemand anderes
muss also die Liedblätter austeilen. Zahlreich erscheint nun auch die Gemeinde.
Wo gibt es noch Liedblätter, fragt jemand. Die sind &nbsp;gerade alle, also bitte zusammenrücken und
teilen. </div><div>

</div><div>Noch schnell zwei Stühle auf die Bühne – für mich und den
Propst – hinter dem großen Blumenkübel, sonst ist kein Platz mehr da. &nbsp;Den Herrn Jesus habe ich dabei glatt
vergessen – und das Prinzip immer noch einen zusätzlichen Stuhl hinzustellen,
damit er sich setzen kann, falls er kommt (macht er ja manchmal) </div><div>

</div><div>Mit leichter Verspätung ziehen wir empor und am Altar
vorbei. Der Propst setzt sich hinter den wunderschönen Blumenkübel und auf &nbsp;meinen Platz sitzt schon ein &nbsp;verspäteter Bläser. Dafür ist mittendrinn im
Orchester noch ein Platz frei. Aber wenn ich mich dahin quetsche, dann – so
befürchte ich – wird es erst recht diabolisch und ich werfe Noten und Instrumente
durcheinander. </div><div>

</div><div>Soll ich das alles hier also komplett durchstehen? „Großer
Gott, wir loben dich, Herr wir preisen deine Stärke“. Ich entscheide mich
während des Eingangsliedes einen Stuhl zu holen. „Heilig Herr Gott
Zebaoth…“ &nbsp;- ich trage ihn, als wär’s ein
Teil der Liturgie, vor mir her und 
verschwinde hinter den Blumen. Dann wieder durch die Blumen hinaus zum
Psalm. Veränderter Ablauf, der Vorwärts kommt hoch zum Lobpreis und wieder ab.
Ach—wer begleitet jetzt eigentlich das Kyrie eleison? Egal – ich brauche jetzt
ein „Herr erbarme dich“ und singe aus vollen Herzen. „Das Blasorchester hatte
schon &nbsp;angesetzt“, flüstert mir der
Propst zu. Sie haben es aber wieder abgeblasen. Ich blicke zu dem freien Stuhl in
der Mitte. Sitzt da nicht irgendwer? Ein freundliches Lächeln begegnet mir.
„Somebody’s knocking at your door“ – singen mittlerweile &nbsp;die Kirchenmmäuse, „looks like Jesus“. Ich
weiß nicht ob das stimmt. Er sieht jedenfalls 
heute &nbsp;sehr weiblich aus. Die
Einführung der neuen Erzieherinnen unserer KiTa. Ein paar lobende Worte für
unsere hochengagierten bisherigen 
Mitarbeiterinnen. Darunter auch meine Ehefrau. Von „die alte Liebe“
kommt allerdingst &nbsp;nur „die Alte“ rüber,
was mir später noch eine Woche Höllenqualen verschafft. </div><div>

</div><div>„Komm Herr segne uns, dass wir uns nicht trennen“, singt der
gemischte Chor zum Schluss des Kerbgottesdienstes am Sonntagmorgen. Der Propst
spricht den Segen. Das zweite Lied vom Männerchor fehlt noch. Ich bin gespannt,
was sie singen werden. Die vereinigten Männer von Wachenbuchen und Mittelbuchen
stellen sich auf. Dann stimmen sie das Lied an, bei dem der selige Pfarrer
Sauer einst den Chor verlassen hat, weil er so was Erzkatholisches nicht singt
und schon gar nicht im evangelischen Gottesdienst: „Ora pro nobis maria, salve
regina caelum“ - bete für uns Maria, Himmelskönigin. </div><div>

</div><div>Ich spüre den &nbsp;Propst
neben mir, ich entdecke seinen Vorgänger, den alten Propst unter den Besuchern.
Ich verstecke mich hinter den Blumen und möchte im Bühnenboden versinken. &nbsp;Doch dann entdecke ich sie und sie lacht mir
zu. Dieses diabolische Lächeln der Maria Magdalena. Wo sie erscheint, dort
bringt sie alles durcheinander, verwirrt den Männern den Kopf, aber du kannst
ihr nicht wirklich böse sein. So wie sie selbst ja auch nur wirklich böse und zornig
wird, wenn ein angehender 
Ministerpräsident seine Liebe verleugnet, bloß weil sie ein bisschen
jung ist &nbsp;und vermeintlich seiner
Karriere im Weg &nbsp;steht. Doch das werde
ich erst aus der Tagesschau erfahren. </div><div>

</div><div>Jetzt aber ist sie mitten im Festzelt &nbsp;real präsent. An der Theke holt sie ein
Körbchen Bier zur Kommunion mit dem Männerchor. Erinnerungen werden bei mir
wach – an ihren erotischen Tanz in der Kirche ausgerechnet am Karfreitag.
Einige hätten sie dafür am liebsten gekreuzigt, andere sprachen voller
Anerkennung von dem &nbsp;roten Engel: „Jetzt
wird Kirche wieder spannend.“ Als Konfirmandin habe ich sie beim Rauchen
erwischt. Als &nbsp;rebellische Jugendliche
stand sie mitten in einer 
Diskussion &nbsp;über &nbsp;Sexualität auf &nbsp;und stimmte mit ihrer wunderbaren Alt-Stimme
den Zarah Leander Klassiker an: „Kann denn Liebe Sünde sein, und wenn
sie’s &nbsp;wär, so wär’s mir auch egal …“ &nbsp;Eine Abtreibung („das Kind soll nicht aus
irgendeinem Zwang zur Welt kommen,, sondern weil ich es will“), und jetzt ein
Kind und keinen Vater dazu („es wird sich schon ein Josef finden und außerdem
hat es einen himmlischen Vater“). Ein Wesen aus Liebe und Passion. </div><div>

</div><div>„Ich muss los zur Einweihung der Krippe“, winke ich ihr zu.
„Prima“, sagt sie, „ich komm demnächst dann auch mal vorbei“. &nbsp;Wunderbar, Magdalenas &nbsp;Kind in unserer Krippe, das könnte glatt ne
evangelische Weihnachtsgeschichte werden. </div><div>

</div><div>„Es war ein schöner Gottesdienst und der Propst hat gut
gesprochen“, flüstert eine alte Dame, als ich aus dem Zelt gehe. </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Am Nachmittag ertappe ich mich selbst bei einem „ora pro
nobis maria“ &nbsp;als es um 14.00 Uhr in
Strömen regnet und wir die Kirche nicht flott kriegen. Doch dann öffnet sich
der Himmel und wir öffnen die Zeltplane über dem Wagen. Ein Regenbogen zieht
übers Land, die Sonne kommt durch und der alte Deutz bobbert mit dem Kirchlein
hintendran &nbsp;zum Festzug. Wir schrauben
die Mauer noch einmal ab, und Annemarie, unsere „Himmelskönigin“, steigt auf
die Leiter hinauf zu ihrer Kirche. Sie ist nicht mehr ganz so jung an Jahren
(wir feiern schließlich 550 Jahre Kirchturm) und muss doch die Konkurrenz
mit &nbsp;Lichterkönigin, Kürbiskönigin
und &nbsp;Zuckermaiskönigin nicht scheuen. </div><div>

</div><div>Nur manche der 
zahlreichen Zuschauer am Wegrand müssen noch lernen, &nbsp;dass der korrekte Ruf zu ihr nicht &nbsp;„Hellau“ 
heißt &nbsp;sondern „Ave Maria“. Doch
für solch christliche Lehre gibt es schließlich den Pfarrer. Der nimmt sein Amt
auch wahr, lehrt und &nbsp;segnet. </div><div>

</div><div>Am Montag, dem 15. August ist dann das kirchliche
Hochfest &nbsp;Mariä Himmelfahrt, ein Feiertag
in katholischen Gegenden. Zugleich ist es in diesem Jahr der Höhepunkt der
Wachenbücher Kerb. Wenn man bei Mariä Himmelfahrt an die große Sünderin Maria
Magdalena denkt, &nbsp;dann kann es auch ein
gut &nbsp;evangelisches Fest sein. Vielleicht
sind ja beide sogar die gleiche Person, Maria Magdalena, Hure und Sünderin und
Maria, die Mutter Jesu, die heilige Jungfrau. Es ist schließlich nicht das
moralische Werk der Bewahrung ihrer Unschuld, das sie heilig macht, sondern
der &nbsp;Glaube an die Vergebung der
Schuld. &nbsp;Damit könnte selbst eine in die
Jahre gekommen Kirche, in der so manches schiefläuft, wieder ganz jungfräulich
beginnen, mit heiliger Begeisterung und einem Fest an dem Himmelfahrt und
Pfingsten zusammenfallen. </div><div>

</div><div>Zu Pfingsten kommt der Himmel bekanntlich herab zur Erde.
Gleiches geschah hier auch. &nbsp;Mit &nbsp;„Helium 6“ wurde es dann am Abend Zweien gar
so leicht, dass sie hinauffuhren in jenen Himmel, wo nichts als Liebe ist. Aber
das ist eine andere Geschichte und die wird erst zur Hochzeit erzählt. &nbsp;&nbsp;</div><div>

</div><div>Dass man auch im Himmel 
am 15. August wohl eine fulminante Party gefeiert hat, mit &nbsp;Musik und riesiger Lightshow, kam n dieser
Woche allerdings als eher verwirrende 
Nachricht bei &nbsp;mir an. Unser alter
Schulfreund Dixie – zuständig für Disco, Lichteffekt &nbsp;und große Events -, er &nbsp;&nbsp;ist an dem Abend verstorben (siehe oben: 15.
April - good bye Jonny). Ich war zur Beerdigung, der Kollege hat diesmal
seine &nbsp;Arbeit auch gut, einfühlsam und
berührend gemacht &nbsp;und doch hadere &nbsp;ich: „ Heilige Magdalena, &nbsp;musste das jetzt wirklich sein?“ &nbsp;Sie antwortet per Email: in Gestalt eines
Taufspruchs für den nächsten Sonntag: 1. Korinther 13, 8: Die Liebe hört
niemals auf. &nbsp;&nbsp;</div><div>

</div><div>So &nbsp;ähnlich hat das
Donna Klara auch am Kerbmontag gesungen: „Es geht alles vorüber, es geht alles
vorbei – aber die Liebe hört niemals auf.“ </div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 12:01:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Trauzeit]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Internet"><![CDATA[Internet]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_866zrg80"><div>

</div><div>Trauzeit</div><div>

</div><div>"Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, das
ist meine Welt und sonst gar nichts"</div><div>

</div><div>„ Die Ehe ist ein weltlich Ding“ sagte Martin Luther, und
dementsprechend sollten die „ehewigen“ Verträge und Vereinbarung vor der
Kirchentür stattfinden. Heute gibt es dafür 
Standesamt und Amtsgericht. Da kann man heiraten und sich wieder
scheiden lassen und wieder heiraten oder auch einfach 50 Jahre oder mehr mit
den gleichen Vertrag den gleichen Partner haben.</div><div>

</div><div>Für die kirchliche Trauung gilt dagegen, was unsere Jugend
heute über Facebook macht: ein Herz oder zwei mit Ausrufezeichen dahinter und
die Veränderung des Status von „Single“ auf „in einer Beziehung“. Himmel und
Erde sollen das Glück erfahren - oder jedenfalls der Freundeskreis. So mancher
gibt seinen Kommentar dazu oder seinen erhobenen Daumen – „Glückwunsch Yasmin,
super toll! Wer ist es denn?“ Und wenn sich dann Herz zu Herz gefunden hat und
einer der Auserwählte der anderen geworden ist, wenn aus Verliebtheit dauerhafte
Liebe wird, dann wird das ein Fall für die Kirche und für ein klares Bekenntnis
zueinander, ein Ja oder Nein. &nbsp;Wobei: Wer
kann da schon Nein sagen? Eine unmögliche Möglichkeit. Und danach darf geküsst
werden, mit dem Segen des HERRN, öffentlich, mit Lust und mit Musik und
manchmal auch mit Beifall.</div><div>

</div><div>Als Pfarrer bin ich dabei gerne der Zeremonienmeister. Das
soll zwar &nbsp;- so behauptet es der Entwurf
für unsere neue Trauagende – bei vielen Pfarrer keine beliebte Rolle sein, aber
ich finde: Immer noch besser Zeremonienmeister als Zeremonienstümper.</div><div>

</div><div>Was könnte den Unterschied zu dem „weltlich Ding“ besser
ausdrücken als das Marlene Dietrich Lied aus dem Blauen Engel: „Ich bin von
Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, das ist meine Welt“ Oder frei nach Johannes:
Gott ist die Liebe –und sonst gar nichts.</div><div>

</div><div>Mitten in der Trauzeit (zwischen Pfingsten und
Erntedank) &nbsp;habe ich erstmal drei Wochen
Urlaub gemacht, bin in Schweden &nbsp;prompt
in eine beliebte Traukirche geraten. Vielleicht war es gar der Herr Jesus oder
sein Engel (heißt heute „Informationsbeauftragter“) der uns dort ein paar gute
Hinweise gegeben hat (ich konnte das aber nicht mehr so genau feststellen, weil
unsere Parkuhr gerade abgelaufen war und in Göteburg sind sie ganz streng mit
Parksündern auch &nbsp;wenn die gerade &nbsp;mit einem Engel sprechen.</div><div>

</div><div>Nach der Rückkehr an den heimatlichen Computer konnte ich
dann bei der Analyse unserer Homepage feststellen, dass unsere Predigtseite mit
den Traupredigten in die Charts gekommen ist. 
Suchen sich hier die Kollegen Anregungen? Favorit: 1. Johannes 3, 18 .
„Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern
mit der Tat und mit der Wahrheit.“</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 23:58:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?trauzeit</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Gebetserhörung bei der Telekom]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_u415s7e5"><div> &nbsp;</div><div><span class="fs13">„Ihre Gebete sind erhört worden“, begrüßt mich der Meister von der Telekom. Mein letzter Arbeitstag, die letzte Stunde &nbsp;vor der großen Reise, und da erscheint er wie ein großes Wunder. Er schraubt und steckt, wir steigen noch einmal hinab in die Tiefe, in den muffigen Keller, verscheuchen die Spinnen und dann klemmt er die Drähte um. Noch ein paar Wege hinauf und hinab, und endlich „Bingo“, es hat geklappt.</span><br></div><div> &nbsp;</div><div>Nach endlosen Telefonaten, mit vielen netten und freundlichen Menschen, die einen von der Sorte: Sie wissen genau woran es liegt, und was in diesem Fall zu machen ist und es wird jetzt bestimmt in drei oder vier Tagen etwas mit der Verbindung. Es wurde aber dann doch nicht. Die anderen von der Sorte: „Lass alle Hoffnung fahren“. Aber &nbsp;dann gibt es da auch noch die zwei oder drei Gerechten, die sich des Teufels annehmen, der da im Detail sitzt. Sie arbeiten noch mitten in den Ferien, wenn es sein muss noch bis in die Nacht, und &nbsp;sie kriegen es mit ehrlicher Handarbeit auch hin. „Ihre Gebete sind erhört worden“, sagt mir also der freundliche Nachbar von der Telekom, dem ich in der Kirche unser Problem geschildert habe. Er hat nicht locker gelassen. 4 Monate später und einen Aktenordner voll mit Schreiben, viele mit der Überschrift „Herzlichen willkommen bei der Deutschen Telekom“. Bingo – es hat doch noch geklappt, wir haben jetzt tatsächlich DSL 16.000. Oder jedenfalls – wie die Messung ergibt 15500., doch ich will ja nicht kleinlich sein.</div><div> &nbsp;</div><div>Weil wir über all dem so ins Gespräch gekommen sind und er auch seine Freundin noch mal mitgebracht hat, feiern wir demnächst eine Hochzeit. Auch seine Gebete sind schließlich erhört worden, und diese Trauung werde ich mit besonderem Vergnügen machen. Es geschehen ja wirklich noch Wunder, sogar bei der Deutschen Telekom. Aber diese gute Nachricht muss ich morgen noch unserem Sohn persönlich überbringen. Der ist schon mal vorausgefahren in die Ferien. Ich fahre jetzt auch dahin und so Gott will und wir leben werde ich im August zur Kirchweih wieder auf der Baustelle sein.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 11:56:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?gebetserhoerung-bei-der-telekom</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Predigten im Internet]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Internet"><![CDATA[Internet]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_3sak715r"><div>

</div><div><span class="fs10">vielen Dank für die freundlichen Rückmeldungen und auch für
die Kritik, an dem, was ich gar nicht gesagt habe. Von Zeit zu Zeit packt mich
Predigtlust, auch wenn es jede Menge Anderes zu tun gibt. Aber es gibt Dinge,
die müssen einfach mal gesagt werden, damit die Leute wieder was zu lachen
haben, und die Mühseligen und Beladenen erquickt werden (war gerade
Wochenspruch). Also bitte wer die Dinge noch mal in ganzer Länge haben will,
hier ist die Predigt.... . Außer dem Witz, den ich abgeschrieben habe, ist auch
alles selbst geschrieben. Das kann man schließlich nicht von jeder Predigt
sagen. Ein Professor beschwerte sich jedenfalls neulich darüber, dass er am
Sonntagmorgen nun schon zum wiederholten Mal eine Predigt zu hören bekam, die
er schon im Internet gelesen hatte. Warum liest der auch Predigten im Internet,
wenn er doch Sonntags hingeht? Das macht schließlich auch nicht jeder.</span><br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 11:54:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?predigten-im-internet</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Johannistag - Jonny B Good]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pers%C3%B6nliches"><![CDATA[Persönliches]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_gg8ys66x"><div>

</div><div><span class="fs10">Eigentlich sollte es ein rauschendes Fest werden, an dem der
Himmel zur Erde kommt, auf Peters Farm mit vielen alten Freunden. Aber der
„little country boy“ hat sich nun leider vorzeitig von der Erde zum Himmel
begeben (siehe untern Freitag, 15. April 2011 - Goodbye Jonny). Es ist kalt
geworden und regnerisch am Johannistag. Wenigsten Sabines Geburtstagsfete in
den dicken Mauern des Schloßkellers ist ein kleiner Trost. Als dann die Band
zum Abschied noch Jonny B Goode spielt, kommt innere Wärme auf. „Maybe someday
your name will be in lights saying Johnny B. Goode tonight.“</span><br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 11:51:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?johannistag---jonny-b-good</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/gg8ys66x</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Fronleichnam mit Jesus]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_tdi7760k"><div>

</div><div><span class="fs10">Martin Luther meinte zwar, es wäre der schändlichste aller
Feiertage, aber da hat er Unrecht. Denn für einen evangelischen Pfarrer ist
Fronleichnam heute richtig erholsam. Einfach nur frei haben und nach Lust und
Laune machen, was man will., morgens um 10.00 Uhr die Sonne auf dem Balkon
genießen. Dann ein bisschen Radfahren: als Training für den Ironman mal kurz
durch die Hölle von Hochstadt, anschließend die Himmelfahrt über den Hühnerberg
und ansonsten einfach alles den Katholiken überlassen.</span><br></div><div>

</div><div>Abends kommt vielleicht sogar der Herr Jesus noch mal ganz
leibhaftig vorbei und dann ist es ein richtig schöner Tag. </div><div>

</div><div>Vor ein paar Jahren stand er jedenfalls mal just zu
Fronleichnam an der Tür des evangelischen Pfarrhauses und bat um eine
Unterkunft. Er hat sich’s gemütlich eingerichtet im Gemeindehaus, und wir haben
zu späterer Stunde noch ein wunderbares Abendmahl unter freien Sternenhimmel
gefeiert, Zum Glück hatten wir noch genügend Holzkohle da, einen Grill, Steaks
und Maiskolben und dazu noch ein gutes Bier. Während der Rauch zum Himmel
stieg, erzählte er von seiner Wanderschaft durch Europa. Wir hingen ihm an den
Lippen. Er ist ja im Laufe der letzten 2000 Jahre wirklich ziemlich viel in der
Welt herumgekommen. Was er da zu erzählen hat, da vergeht eine Ewigkeit wie ein
Augenblick. </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Am nächsten Tag hat er mir auch noch sein Buch gezeigt. Da
war dokumentiert wo er schon überall gewesen ist, oder jedenfalls, wo man ihm
den Aufenthalt mit Unterschrift und Stempel bestätigt hat. Gerne und mit Stolz
habe ich hinein geschrieben und gesiegelt. „Evangelische Kirchengemeinde
Buchen, Fronleichnam 2006“. </div><div>

</div><div>Als er später noch mal vorbei kam, habe ich ihn gefragt, ob
er das nicht unangenehm findet: so in einer öffentlichen Prozession als
Leichnam durch die Straßen und Felder getragen zu werden. „Ach“, hat er
geantwortet, „das ist jedenfalls besser als das ganze Jahr in muffigen
Kirchenmauern zu liegen. Ein bisschen frische Luft tut gut und man sieht mal
was anderes. So eine Prozession ist was Schönes und kann sogar ein Heidenspaß
sein. Probier’s doch auch mal“. „Was“, sage ich, „ich als evangelischer Pfarrer
soll eine Fronleichnam’s Prozession machen, am Ende gar noch mit Weihrauch und
all dem Brimborium? Nein danke, vergiss es! Die Gemeinde hier erträgt ja schon
geduldig so manche meiner Verrücktheiten, aber das bestimmt nicht. Außerdem
habe schon genug Ärger mit dem Bischof, der versteht da keinen Spaß und der
alte Luther dreht sich auch im Grab herum.“</div><div>

</div><div>Doch er hat mich nur angelächelt, dieses unwiderstehliche
Jesus-Lächeln, wo du nichts mehr sagen kannst.Ein paar Tage später kam dann die
Anfrage, ob wir als Kirchengemeinde wieder beim Festumzug der Kerb mitmachen
und der Kirchenvorstand hat einstimmig beschlossen: Ja, das machen wir.</div><div>

</div><div>Allerdings waren für den Kerbumzug schon fast alle Traktoren
des Dorfes verplant. Am Ende fand sich noch ein alter Deutz Bulldog, Jahrgang
55, aber der Fahrer war im Urlaub und so besann sich der Pfarrer darauf, dass
er ja vom Bauernhof stammt und in seiner Jugend genügend Erfahrung mit altem
Deutz gemacht hatte. Die Kirche kam auf den Anhänger. Der Herr Jesus schickte
noch Großmutter Anna und Mutter Maria vorbei. Die setzten wir auf den kleinen
Wagen. Von dort grüßten sie dann als Himmelsköniginnen das ganze irdische Volk.
Der Deutz fuhr fast von selbst, so dass ich die Arme zum Segnen frei hatte
- &nbsp;für Christen und Heiden. Ja, selbst
der römische Dechant stand neidvoll am Wegrand und wäre fast als
Trittbrettfahrer auf den Traktor gesprungen. Aber ich trete schnell auf das
Gaspedal, der alte Diesel spuckt eine schwarze Wolke Weihrauch, mit einem Satz
und lautem Bobbern ruckt das Kirchlein voran. Ich schaue mich kurz um. Gott sei
Dank. Anna und Maria stehen noch am Glockenturm. </div><div>

</div><div>Ja, ich weiß schon was der Herr Jesus dazu sagt. Vielleicht
war es wirklich unhöflich, aber wenn der Dechant mich einlädt nächstes Jahr zu
Fronleichnam die Heilige Messe gemeinsam mit ihm zu feiern und auch alle
Protestanten am Abendmahl teilnehmen dürfen, dann überlege ich mir noch mal, ob
ich ihn mitnehme.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 11:48:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?fronleichnam-mit-jesus</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfingsten]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_37e7y6v4"><div>

</div><div><span class="fs10"> </span><span class="fs10">„Es war ganz schön, aber viel zu lang“. Damit es an
Pfingsten nicht zu lang wird streiche ich die Pfingstpredigt auf’s Wesentliche
und das Unwesentliche und Gestrichene kann man jetzt hier im Blog nachlesen,
oder auch einfach überspringen, wegklicken und auf bessere Beiträge warten.</span><br></div><div>

</div><div>Pfingsten – Fest des Geistes – Geburtstag der Kirche. Dieser
Geburtstag beginnt mit einem Sprachwunder. Was die Apostel zu sagen haben, wird
kulturübergreifend verstanden. Niemand muss seine Muttersprache verleugnen.
Auch die Apostel tun das nicht. Man hört ihnen ihren galiläischen Dialekt an.
Die einen machen sich darüber lustig, die anderen finden die so lustig, dass
sie sagen: da machen wir mit. </div><div>

</div><div>„Was sollen wir tun?“ fragen sie. Der Apostel Lehre - guter
Dogmatik und Ethikunterricht - zeichnet sich dadurch aus, dass ich am Ende weiß
was ich tun kann, und manchmal auch, was man besser lässt. </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Wir feiern heute zu Pfingsten einen Gottesdienst anlässlich
des Richtfestes unseres neuen Hauses. Gemeindehaus, Kindergarten,
Jugendzentrum, Kulturkirche, Beratungsstelle, Vereinshaus und Pfarrhaus.</div><div>

</div><div>Dass es das gibt, dass wir hier keinen Mangel haben für
unsere Kinder, das geht - wenn man’s in finanziellen Zuwendungen ausdrückt - zu
90 Prozent auf das Konto des Mitgliedsbeitrags Kirchensteuer. Nur ca. 10 % sind
andere Spenden. </div><div>

</div><div>Manchmal heben wir die Spender besonders heraus,
veröffentlichen ihre Namen. Das ist gut so und wir sind da auch sehr dankbar,
denn wir haben in der Tat in Wachenbuchen ein ganz überdurchschnittliches
Spendenaufkommen. </div><div>

</div><div>Noch mehr aber haben wir jenen zu danken, die ganz
unspektakulär durch ihre Mitgliedschaft in der Landeskirche all das, was wir
heute begehen, ermöglicht haben. Ich bin sehr dankbar und auch durchaus stolz,
dass wir hier in Wachenbuchen den höchsten Anteil an Mitgliedern der
Landeskirche im Kirchenkreis haben. Ich danke ihnen für die Treue, und lade
auch andere gerne dazu ein.</div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Wer sich aber taufen lassen will, ohne sich in dieser
Gestalt an Kirche zu beteiligen, dem sage ich: „Die Mitgliedschaft in der
Landeskirche ist die Normalform und es ist eine gute und verlässliche Basis.
Wenn Du es wünscht, erläutere ich auch gerne warum, doch wenn Du das anders
siehst, so ist es nur ein kleiner Verwaltungsakt mit einer Verwaltungsgebühr
von 25 Euro. Jedenfalls: wenn das das Taufhindernis sein soll, dann schenken
ich Dir auch noch die 25 Eure für diesen Verwaltungsakt dazu und hoffe, dass du
fröhlich deiner Straße ziehen kannst.“</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 11:45:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?pfingsten</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/37e7y6v4</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein Bier  mit Jesus]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Kirchentag"><![CDATA[Kirchentag]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_vt28p16i"><div> &nbsp;</div><div>Kirchentag, i<span class="fs13">ch wäre gerne auch nach Dresden gefahren, schon allein wegen der schönen Stadt, Begegnung mit den Kindern und dem Stück unserer Draufgänger. „Jekyll und Hyde“ – ein hochinteressantes Thema schon alleine wegen der vielen Gutmenschen, die sich auf Kirchentagen treffen.</span></div><div> &nbsp;</div><div>Ich konnte aber nicht hin, weil Kinder getauft werden wollen, ein junges Paar heiratete und Menschen gestorben sind - das Geschäft eines einfachen Pfarrers halt. Aber dafür war der Bischof ja in Dresden und der Propst ist hingefahren und Margot Käßmann war auch da.</div><div> &nbsp;</div><div>Irgendjemand hat kindlich naiv gefragt, ob auch der Herr Jesus kommt. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht genau, ob er da war. Es gibt aber ein paar Indizien dafür, auch wenn er bei Margot Käßmann nicht mehr in die Halle reingekommen ist. An anderer Stelle soll er etwas ratlos davongeschlichen sein, weil er das Stammesidiom der Theologen und kirchlichen Insider nicht verstanden hat. Eine zuverlässige Quelle (meine Frau) berichtet jedoch ebenfalls, dass sein Geist spürbar gewesen wäre.</div><div> &nbsp;</div><div>Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn er es diesmal nicht geschafft hätte, leibhaftig &nbsp;hinzufahren. Irgendjemand muss schließlich auch die Arbeit vor Ort machen – bei den Mühseligen und Beladenen. Jenen, die am Vatertag nach dem 10. Bier sich ihren Frust von der Seele reden und dankbar sind, wenn ihnen einfach mal jemand zuhört, so ganz in der Tiefe von Mensch zu Mensch. Hat versucht Frieden zu stiften, wo die Dinge sich nicht hoch oben wunderbar harmonisch fügen, sondern hier unten Kanonen hart auf Schwerter prallen. Wo wir nicht wissen, was wir beten sollen, geschweige denn mit wem.</div><div> &nbsp;</div><div>Vielleicht sollte ich einfach mal wieder ein Bier mit ihm trinken gehen. Dann kann ich ihn fragen.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 11:42:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?ein-bier--mit-jesus</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[O happy day]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_5wkrf59q"><div>

</div><div>Richtfest, d<span class="fs10">er Dachstuhl steht, man ahnt die zukünftigen Räume. Neue
Ausblicke ergeben sich. Es ist ein wunderbarer Sommertag. Pünktlich zum Vieruhr
Geläut erscheint die Redakteurin des Tagesanzeigers. Die Theaterkids
unterbrechen ihre Probe und wir drängeln uns zum Bau. Bunt weht schon der
geschmückte Richtbaum. Der Zimmermann steigt hinauf, verliest den Richtspruch.
Den „Einzelkelch“ haben wir ihm mit heiligem Wasser gefüllt, unserem
„evangelischen Lourdeswasser“, das uns der Herr einst übergeben hatte (mehr
dazu …).</span></div><div>

</div><div>Vielleicht war der Herr Jesus gestern auch noch mal selber
da. Jedenfalls hatten wir plötzlich ein paar Jakobspilger im Gottesdienst,
gerade als wir das Brot brachen. Es war für das Abendmahl der Vorkonfirmanden
gedacht und wir trugen es feierlich herein. Der Herr musste dann zwar weiter
mit seien Pilgerinnen, aber er hat uns seinen Segen dagelassen. &nbsp;</div><div>

</div><div>Vorgestern war er auch schon mal musikalisch präsent. Er hat
gesungen und gespielt gegen Kindesmissbrauch in der Kirche – diesen schlimmen
Skandal. Aber er machte das, wie er das so macht: Nicht anklagend und
verletzend, auch gar niemand beschuldigend, sondern so, dass es einfach zu
Herzen geht und sich von selbst versteht: Der Klassiker von Bettina Wegener
gespielt auf Kinderxylophon und –harmonika: „Sind so kleine Hände …“. Ja, so
klein kann er sich machen und ist doch so groß.</div><div>

</div><div>Bei der Trauung zuvor ließ er auch gleich noch der jungen
Frau, die ihren Traummann immer noch sucht, ausrichten: Also er wäre jetzt
schon dreimal bei ihr gewesen und hätte mit ihr sogar schon mal gegessen. Er
sähe halt nun mal mit seinen Wunden und Narben nicht aus wie ein Adonis, und er
hätte auch so manchen Schmerz noch auf der Seele, aber sie könnten das doch
gemeinsam tragen, und ich solle ihr das mal ausrichten, weil er sonst nämlich
mit seiner Allmacht bei ihr auch am Ende ist.</div><div>

</div><div>Zurück zum Bau der neuen "Kirche". &nbsp;Was ich eigentlich sagen wollte - es hätte
wohl kaum eine bessere Zeit geben können für das Richtfest als diese Tage.</div><div>

</div><div>Natürlich hat der Zimmermann dort oben in der Höhe das
heilige Wässerchen auch für uns alle getrunken und der „Kelch“ liegt – so wie
es Sitte ist – zerbrochen im Obergeschoß. Ein zerbrochenes Glas als Symbol des
Heils, damit sonst nichts mehr zerbrechen muss. Vielleicht liegt auch noch ein
kleiner Tropfen von unserem Lourdeswasser irgendwo im Beton.</div><div>

</div><div>Ein wenig später stehen jedenfalls drei Kirchenvorsteher
genau hier und bewundern den herrlichen Ausblick von dieser Stelle: Auf
Kindergarten, Schulweg, den Kirchturm, den alten Friedhof, der sich im
schönsten Grün zeigt. Wir loben den Architekten. Es geht etwas Anziehendes von
diesem Platz aus. Unser Vorsitzender sagt: „Hier könnten wir doch unsere
Kirchenvorstandssitzungen machen.“ &nbsp;Das
war zwar bisher nirgends so in unseren Plänen vorgesehen, aber wer den Herrn
Jesus kennt weiß ja, dass er immer anders kommt als geplant. Na ja, jetzt kommt
jedenfalls erst mal der Chor herein und übt mit großer Ausdauer. „O happy day –
when Jesus washed my sins away.“. Ich selbst beschließe den Tag mit einem „Herr
bleibe bei uns, denn es will Abend werden …“.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 11:39:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?o-happy-day</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/5wkrf59q</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pfingstgeist]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_3429tkd1"><div>

</div><div>vor Pfingsten</div><div>

</div><div>Vor ein paar Tagen fragt mich die Kirchenvorsteherin einer
anderen Kirchengemeinde: „Woher habt ihr bloß das ganze Geld? Ihr vergrößert
die Kindertagesstätte, baut das Pfarrhaus um und erweitert das Gemeindehaus.
Und wir spüren überall die Sparmaßnahmen der Landeskirche. Gemeindehäuser
sollen verkleinert werden oder ganz geschlossen, Pfarrstellen müssen reduziert
werden und alte Kirchen können nur mit Mühe vor dem Verfall bewahrt werden,
weil das Geld fehlt.“ Ich antworte mit einem Wort des Petrus aus der
Fortsetzung der Pfingstgeschichte: „Gold und Silber habe ich nicht. Aber was
ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, steh auf und
geh umher“. Nein, auch wir bekommen kein zusätzliches Geld von der Landeskirche,
haben nicht im Lotto gewonnen und auch keine lukrativen Bauplätze zu verkaufen.
Von der öffentlichen Hand bekommen wir nur dort Geld, wo wir Leistungen
kostengünstiger erbringen als Staat oder Kommune es tun könnten.</div><div>

</div><div>Das Geheimnis lebendiger Kirche ist nicht das Geld, sondern
der Geist. Das Geheimnis sind die Menschen, die für ihre Sache brennen: Ein
Theaterpädagoge etwa, der mit voller Leidenschaft für seine Kinder- und
Jugendtheatergruppen da ist und bisweilen nur Theater im Kopf hat, eine Friedhofsgärtnerin,
bei der man, wie in Johannes 20, den Meister selbst hört, eine
Gemeindepädagogin und KiTa-Leiterin, die eine Vision von Mehrgenerationenhaus
und Familienzentrum hat und dafür dann auch viel Verwaltungsarbeit erduldet.
Kirchenvorsteher und andere Ehrenamtliche, die einen großen Teil ihrer Freizeit
opfern, weil hier etwas entsteht, das Sinn macht. Auch die nächste Generation,
die Söhne und Töchter, lassen sich davon anstecken und „das Herz ist fröhlich
und die Zunge frohlockt“ (Apg. 2, 29). Viele weitere Beispiele für allerbesten
Geist unter den Menschen unserer Kirchengemeinde lassen sich anführen. Selbst
mancher Heide und Andersgläubige schenkte uns seine Unterstützung. Dafür sind
wir sehr, sehr dankbar. All das ist ein himmlisches Geschenk, um das wir nur
bitten können, so wie in dem alten Pfingsthymnus: „Komm heiliger Geist, erfüll
die Herzen deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen
Liebe.“</div><div>

</div><div>Dass sich 3000 Menschen an einem Tag taufen lassen, wie es
die Pfingstgeschichte berichtet, bleibt zwar vorerst ein Traum, aber wir sind
dennoch erfreut über zahlreiche Taufanmeldungen von Eltern, die ihren Kindern
dieses Feuer der Begeisterung mit auf den Weg geben wollen. Sichtbar wird es in
den vielen brennenden Kerzen auf unserem Gebetsaltar, dem „bleiben in der
Apostel Lehre“ – der Teilnahme am Religions- und Konfirmandenunterricht - und
„dem Brotbrechen“, der hohen Beteiligung am Abendmahl über Sprach- und
Konfessionsgrenzen hinweg.</div><div>

</div><div>Da entdeckt selbst ein Gelähmter an der schönen Pforte des
Tempels, dass er ja auch hineingehen kann und mit singen und tanzen. Er
beherrscht zwar den Verhalternscode für heilige Hallen noch nicht richtig und
Petrus bekommt auch deswegen eine Vorladung vor den hohen Rat. Der will ihn mit
Macht zum Schweigen bringen. Aber er antwortet. „Wir können’s ja nicht lassen,
von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“. Da ist es am Ende
selbstverständlich, dass begeisterte Menschen auch Geld und Gut für die neu
entstehende Kirche geben</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 15 May 2011 11:34:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?pfingstgeist</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/3429tkd1</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pray and play]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_noih6ghd"><div>

</div><div><span class="fs10">Pray and play - der Gottesdienst auf dem Sportplatz der KEWA
am 1. Mai war sehr erfolgreich. Ich weiß nicht ob die anwesenden Fussballer
gebetet haben wie schon lange nicht mehr, jedenfalls haben die beiden
KEWA-Mannschaften am folgenden Wochenende zwei Kantersiege gelandet und
insgesamt 15 Tore gegen Kesselstadt geschossen. Vielleicht lag es aber auch
daran, dass die Kraftquelle der Kesselstädter an diesem Sonntag in Wachenbuchen
war - die Kesselstädter Abendmahlskelche nämlich, die hatten wir uns zur
Konfirmation mal &nbsp;ausgeliehen.</span><br></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 01 May 2011 11:32:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?pray-and-play</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/noih6ghd</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Karfreitag und Ostern]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_05944592">„Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, /<div>und meine Zunge klebt mir am Gaumen,</div><div>und du legst mich in des Todes Staub. ….</div><div>vom Herrn wird man verkündigen Kind und Kindeskind.</div><div>Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen</div><div>dem Volk, das geboren wird. Denn er hat's getan.“ (Psalm 22, Todes- und Auferstehungspsalm Jesu)</div><div><br></div><div>Der Umbau von Pfarr- und Gemeindehaus hat seine staubigste Phase erreicht. Ich bin im Umzug. Habe mein Amtszimmer geräumt für die neuen Kinder. Das Erdgeschoß des Pfarrhauses gehört in Zukunft ganz dem Kindergarten und der Krippe. Die zukünftige "deutsche Elite" soll dort groß werden. In glorreichen vergangenen Zeiten war es schließlich auch so, dass ein Viertel der Geisteselite im evangelischen Pfarrhaus aufgewachsen ist. ;-)</div><div>Für den Umbau muss das komplette Erdgeschoß geräumt werden. Das Abbruchunternehmen Özkan holt die Tapeten von den Decken, reißt Wände und alten Fußböden heraus. Staub, überall Staub, und Schläge und Krach. Es wackelt alles. Ich hoffe, dass das alte evangelische Pfarrhaus den Wandel gut übersteht. </div><div>Doch zur Zeit habe ich im wörtlichsten Sinne die Nase voll. Der Staub vergangener Zeiten mischt sich mit Pollen des neuen Frühlings und das gibt eine eigenartige Mischung, die durch alle Ritzen zieht.</div><div><br></div><div>Es ist aber auch ermutigend, wenn es nicht nur des Todes Staub ist, sonder zugleich die Blütenpollen für neues Leben, selbst wenn in der Nase beides in gleicher Weise prickelt und sie verstopft.</div><div>Am Mittwochabend bin ich in den neuen Raum umgezogen. Just als alles nur noch Baustelle war und ich völlig verdreckt und verstaubt bin, erscheint ein junges Paar. „Wir wollen heiraten und suchen den Pfarrer“. Mit Akkuschrauber in der Hand erkennt man mich nicht gleich. Wo sollen wir hingegen? Die alten Räume sind nicht mehr und die neuen noch nicht. Irgendwo im Büro zwischen Umzugskartons findet sich dann doch noch ein Platz. Der Hinweis, dass wir die Kinderkrippe für junge Familien bauen ist mehr als eine gute Entschuldigung.</div><div><br></div><div>Am Gründonnerstag stehen zumindest Tisch und Stühle im neuen Amtszimmer schon so weit, dass man sich setzen kann. </div><div>Das nächste Paar erscheint: Wir wollen heiraten. </div><div>Als sei es ein Kommentar des Himmels zum aktuellen Frankfurter Tanzverbot: Ausgerechnet eine Tänzerin und ein Musiker, die sich auf den Weltmeeren begegnet sind. </div><div>Danach das letzte Abendmahl in der Kindertagesstätte, weil es keinen anderen Raum mehr gibt.</div><div><br></div><div>Am Karfreitag ist alles geräumt, bis auf die Scherben die der Bagger bei der Anlage unseres Kirchfriedhofs einst aus der Tiefe geholt hat. Eine Restauratorin hat die Grabbeigabe in liebevoller Puzzlearbeit wieder zusammengeklebt zu einem Gefäß wie eine Urne. Auch wenn Teile fehlen, so lass sich doch das Ganze erahnen. Das alte Stück, das Jahrhunderte in einem Grab lag, hatte ich sorgfältig aufbewahrt in meinem Schrank für Heiligtümer, neben dem Abendmahlskelch, dem Kornbrand des Herrn Jesus für heilbedürftige Pilger und den Aufzeichnungen des Pfr. Scheig aus den letzten Kriegstagen. </div><div>Weil das irdene Gefäß höchst zerbrechlich ist verbietet sich ein Platz in Umzugskisten. Ich hole mir die Genehmigung der Familienmanagerin ein, sie erst einmal hinter den siebenarmigen Leuchter im Wohnzimmer zu stellen, da sich derzeit nichts anderes findet. </div><div>Den Himmel bitte ich um Licht und Wärme, weil die neuen Räume wegen des Umbaus derzeit nicht an die Heizung angeschlossen werden können und der Zimmermann Tür und Fenster mit einem Brett zugeschraubt hat. Wir ersetzen letzteres durch eine Nottür, die zufällig noch rumsteht, aber Licht gibt es nur, wenn sie auf ist, was bei Regen und Kälte halt nicht geht.. Der Fußbodenverleger hat auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen: Wir sollen ihn anrufen. Leider hat er jedoch den Fußboden nicht gelegt und seine Telefonnummer hat er auch nicht hinterlassen. Aber wir werden sie schon noch rauskriegen, wenn der Architekt aus dem Osterurlaub zurück ist. </div><div>In der Osternacht dann großzügige Vergebung von allem, schöner Chorgesang und Kraft und Stärke beim Frühstück. Die Woche danach: Das nächste Traugespräch: Ein Telefontechniker - den schickte der Himmel und er sorgte auch gleich für den Umbau der Telefonanlage und funktionierende Netzwerkverbindungen. Alles sauber und ordentlich verlegt in einer Nachtschicht. Gott sei Lob und Dank. Langsam lüftet sich der Staub. </div><div>Die Kinder unserer Kinderwoche haben in der Schule ihr Ausweichquartier gefunden. Es klappt wohl auch alles ganz gut. Nur die Mitarbeiter der Betreuungseinichtung merken an, Die Jugendlichen mögen doch – wenn sie schon Jesus vom Kreuz holen – das nächste Mal bitte auch die Nägel aus dem Holz wieder herauszieht und mitnehmen und nicht einfach herum liegen lassen. So oder so ähnlich sagen sie es. </div><div>Am Freitag zum Feierabendmahl mit den Kindern und ihren Familien habe ich das Vergnügen mit dem jugendlichen Team die Kirche umzubauen und den Schluss der Josefsgeschichte zu erzählen: Das große Versöhnungsmahl der Brüder. Trotz böser Träume: Gott hat Gutes mit uns vor und es endet mit einem Tanz in der Kirche. </div><div>Ach ja, und dazwischen schaue ich mir noch die englische Traumhochzeit von Kate und William an. Man muss ja schließlich wissen, wohin die Träume gehen, bei den vielen Traupaaren, die hier in letzter Zeit zwischen all dem Staub auftauchen.</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 11:30:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Goodbye Jonny]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pers%C3%B6nliches"><![CDATA[Persönliches]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_26egs162"><div>

</div><div><span class="fs10">Eigentlich sollte es ein rauschendes Fest werden, am
Wochenende nach Johannis. Mit allen Freunden, der Verwandtschaft, Schul und
Studienkollegen. Die Einladung war verschickt, mit dem ihm eigenen Humor,
manchmal derb aber auch herzlich: „Und schlägt der Arsch auch Falten: Wir
bleiben doch die Alten! Der Bauch dagegen ist faltenfrei, vielleicht etwas
dick, doch was ist schon dabei?</span><br></div><div>

</div><div>Wir leben, wir lieben, folgen Verstand, meistens Trieben.
Und wenn am Ende alles zusammenfällt, dann ist das o.k., denn so ist sie, die
Welt… So, das war´s! Bleibt gesund, soweit wie möglich. Ich freu mich auf euch!
Euer ergebenster Diener, Peter.“ </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Leider hat ihn nun der Schlag getroffen mit 56 Jahren am 2.
April. Das Ende kam plötzlich. Es blieb mir nur noch, die alten Kameraden zu
informieren und einen Kranz zu bestellen. „Mehr einfarbig oder eher bunt?“ hat
die Floristin gefragt. „Bunt“, antworte ich, „so wie sein Leben war.“ „Ja, ich
weiß“ sagt sie, „ich habe ihn gekannt. Es war mein Tierarzt“. </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Dixie, der alte Klassenkamerad ohne Unterschenkel kann nicht
kommen, schickt aber noch eine Mail: </div><div>

</div><div>Wollte mit meiner kompletten Musik-Anlage incl Beamer-Show
Peter's Gäste mit der musikalischen Gestaltung seines Hoffestes unterhalten,
Anlage hat die Größenordnung für ein 1000 m² grosses Festzelt, ... Termin und
meine Helfer waren schon fest eingeplant, sollte aber nicht sein. Peter hätte
garantiert einen Riesenspass dabei gehabt. </div><div>

</div><div>Die meisten anderen der zum Fest geladenen Gäste sind heute
da, auch wenn es kein 1000m² Zelt geworden ist, sondern nur die
Friedhofskappelle in Cappel, die Musikanlage ist eine kleine Kirchenorgel und
die Beamershow sind ein paar Kerzen um die Urne. </div><div>

</div><div>„Ich lebe und ihr sollt auch leben“, die Eingangsworte des
Pfarrers sprechen an. Ob es so ist, auch gegen allen Anschein? </div><div>

</div><div>Peters Lebendigkeit entdecke ich, als ich während der
Predigt den eigenen Gedanken nach gehe: Jetzt sehe ich es. Die Urne steht
schief. Ja, so war er wohl. Kann nicht einfach gerade stehen bleiben, wenn ihm
etwas gegen den Strich geht. Gibt auch in dieser Form noch seien Kommentar ab. </div><div>

</div><div>Der Pfarrer bemüht sich irgendwas vom Herrn Jesus und seinen
festgenagelten Händen am Kreuz zu erzählen und dass das auch mit dem
Verstorbenen so gewesen sei. Doch der Prediger hat ihn wohl nicht wirklich
gekannt. So schaut die Urne nun genauso schief und kirchenkritisch zu ihm
hinüber wie er es auch zuvor war. Es hätte mich auch nicht gewundert, wenn er
schon gar nicht mehr in der Kirche gewesen wäre. War er aber doch, und dafür
hätte der Kollege ruhig mal etwas gründlicher recherchieren dürfen - denke ich
für mich. </div><div>

</div><div> </div><div>

</div><div>Später, nach der Beisetzung der Urne, treffe ich noch den
Herrn Jesus bei einem Grab, das die Friedhofsgärtner offen gelassen haben. Ich
frage ihn: „Was hältst du eigentlich von dieser Trauerfeier?“ Aber er sagt
nichts, lächelt nur und schweigt. „Wir haben schon verstanden“, sagen andere,
„du bist halt gnädig und barmherzig.“</div><div>

</div><div>Dafür kommt er aber auch anschließend noch zum Tröster
vorbei, auf eine Tasse Kaffee. Nachdem sich alle ein bisschen gestärkt haben,
nimmt er eine Gitarre und singt los: „Goodbye Johnny, goodbye Johnny, warst
mein bester Freund. Eines Tages - eines Tages - mag`s im Himmel sein – mag`s
beim Teufel sein - sind wir wieder vereint.“ </div><div>

</div><div>„Das war er“, flüstern die Gäste. Und der Teufel hat seinen
Schrecken verloren. Du kannst ja auch bei ihm einen himmlisch guten Freund
wiedertreffen, ein rauschendes Fest feiern und die Höllenfeuer sind dabei
bestimmt nichts anderes als Dixis große Beamer Show.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:57:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?goodbye-jonny</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Warteschleife]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_j21by3h9"><div>

</div><div>Endlos Warteschleife</div><div>

</div><div> <span class="fs10">Herzlich willkommen bei der Telekom, die Geschichte schreibe
ich noch fertig wenn ich weiß, wie sie ausgeht. Derzeit geht aber erst mal
nichts. Kein Telefon, kein DSL und jeden Tag etwas weniger Hoffnung. Da hilft
nur beten (geht auch ohne Telefonleitung!).</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 09:56:00 GMT</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Passionszeit]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_c66ax391"><div>

</div><div><span class="fs10">Leidenszeit – Erdbebeben in Japan, Bürgerkrieg in Libyen,
zwei Atomkraftwerke kurz vor der Explosion. Zum Aschermittwoch scheint die Welt
aus den Fugen geraten zu sein. Bei der Trauerfeier für eine Verstorbene bei uns
war die Kirche voll bis auf den letzten Platz. Tröster im Schichtbetrieb. Am
nächsten Tag erreichen mich mit drei weitere Verstorbene. Bei einem ist fast
alles zu spät. Leiden – auch bei den Konfirmanden. Von den Vorkonfis hat sich
einer bei der Kirchturmbesichtigung eine Beule geholt. Ist mit dem Kopf gegen
die Friedensglocke gestoßen und gegen nochwas. Derweil hat irgendein anderer
Spielratz wohl mal getestet ob das Funkmikrofon geht: Ergebnis: Ich fing am
nächsten Morgen im Gottesdienst an zu krächzen und dann war der Ton ganz weg.</span><br></div><div>

</div><div>Auch den Herrn Jesus habe ich diese Woche nicht gesehen,
obwohl er doch sonst regelmäßig kommt.</div><div>

</div><div>Nun weiß ich nicht ob es an meiner Wahrnehmung liegt und ich
ihn mal wieder übersehen habe (passiert mir manchmal) oder ob er gerade irgendwo
anders in der Welt sehr beschäftig ist (könnt’ ich bei der derzeitigen Lage
auch verstehen). Dafür war sein alter Freund Mohammed mal kurz da. Er hat
irgendetwas gesagt, das in tiefen Nöten helfen soll. Es war aber auf &nbsp;Arabisch, und ich habe es nicht verstanden
weil ich kein Arabisch spreche. Er konnte es auch nicht übersetzen. „Kannst du
mal Deutsch reden?“, habe ich ihn gefragt. Ich glaube, er will es sich
überlegen.</div><div>

</div><div>Ansonsten gab es ziemlich viele Fürbitten und Gebete.
Wenigsten eine gute Nachricht haben wir noch im Glockenturm entdeckt: Eusebia -
unsere Kirchturmseule - &nbsp;hat Junge.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 10:54:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?passionszeit</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Separatisten]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Mittelbuchen"><![CDATA[Mittelbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_2pr136vp"><div>

</div><div><span class="fs10">Wachenbuchen Helau! Mittelbuchen Helau! Ich habe noch nicht
richtig herausgekriegt ob es was mit dem Karneval zu tun hat. Aber von mehreren
Personen wurde mir berichtet: In Mittelbuchen treiben sich Separatisten herum.
In der Apotheke kann man jetzt nicht nur Hustensaft und andere Heilmittel
bekommen, sondern zum Seelenheil auch noch seine Unterschrift abgeben für ein
unabhängiges Mittelbuchen, oder zumindest eine selbstständige Mittelbücher
Kirchengemeinde. „Ein netter Beitrag in diesen närrischen Zeiten zu dem immer
schon etwas besseren Mittelbücher Karneval (zumindest was die Büttenreden
angeht)“, so dachte ich zunächst. Dass man allerdings auch die Unterschrift
unbescholtener, braver Wachenbücher Bürger für dieses Begehren zu gewinnen
versucht, und mir dazu noch gerüchteweise (sind natürlich nur Gerüchte) zu
Ohren kam, der Pfarrer Müller wolle jetzt auch noch ein paar Straßen von
Mittelbuchen übernehmen… . Also dazu muss ich nun doch was sagen: Nur ein paar
Straßen? - Das ist mir entschieden zu wenig. Ich will ganz Mittelbuchen! Ehe
eine Mauer zwischen Ostmittelbuchen und Westmittelbuchen gebaut wird verkünde
ich wie einst Kennedy: „Ich bin ein Mittelbücher!“. Das ist auch gar nicht so
schwer, weil es in Mittelbuchen mindestens genauso viele nette, charmante,
kluge, fleißige, verantwortungsvolle, liebenswerte und humorvolle Menschen gibt
wie in Wachenbuchen (und andere natürlich auch).</span><br></div><div>

</div><div>Ich plane diesen Coup allerdings erst für die Zeit, in der
die nächste Vakanzvertretung nötig werden sollte, sozusagen als meinen Dank für
den seligen Mittelbücher Pfarrer Eugen Heinz Sauer, der einst in entsprechender
Zeit so manchen Wachenbücher unter die Erde gebracht hat und in der gemeinsamen
Grundschule den Kindern die biblischen Geschichten erzählte. &nbsp;</div><div>

</div><div>Ansonsten, liebe Mittelbücher Separatisten, wüsste ich eine
gute Verwendung für die mittlerweile erworbene Kompetenz des &nbsp;Unterschriftensammelns. Wie wär’s denn, mal
Unterschriften zu sammeln für die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche,
Gemeindebezirk Mittelbuchen. Es sind in Mittelbuchen schließlich nur noch ca.
40 % der Einwohner Mitglied bei uns - Tendenz weiter abnehmend. Da wäre doch
allen mal was Gutes &nbsp;getan: den einen zum
Seelenheil, den anderen zur Erhaltung einer stolzen und selbstbewussten
Kirchengemeinde auch über den Karneval hinaus.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 10:51:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?separatisten</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neue Bestattungskultur]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Friedhof"><![CDATA[Friedhof]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_27l1pjw3"><div>

</div><div><span class="fs10">"Wenn wir &nbsp;nicht
sterblich wären, würde nie etwas fertig". Ich weiß nicht von wem der
Spruch stammt, aber er ist bei mir diese Woche hängengeblieben und ich habe ihn
zum Anlass genommen mal unsere Friedhofsseite zu überarbeiten. Wer sich darüber
hinaus noch mehr mit dem Tod auseinander setzen will: Bitte schön hier ist der
Link: http://www.sepulkralmuseum.de. Außerdem hat der Prof. Dr. Sörries unseren
Friedhof an der Kirche als sehr schönes Beispiel für christliche
Begräbniskultur gewürdigt und das macht uns ja auch ein wenig stolz (Reiner
Sörries,Urnenkirche oder Kirchenwald. Kirchliche Friedhofskultur heute. 2009).
Ist natürlich alles recht wissenschaftlich. Wer es mehr narrativ will, dem
erzähle ich gerne &nbsp;die Geschichte von der
Frau K. :</span><br></div><div>

</div><div>Da &nbsp;treff ich doch so
kurz nach der Jahrtausendwende die Frau K..auf der Straße. „Tag Frau K.“, &nbsp;sage ich, „wie geht’s denn so?““ „Ach“, sagt
sie, „ich hab’s zwar e bisschen im Kreuz aber sonst geht’s mir gut. Mir hab’n
doch jetzt so a klaa Bobbelche....“. „Na, herzlichen Glückwunsch´“ „Ja, es ist
nur schad, dass se so weit weg wohne und ich kann ja auch net immer hin fahre.
Gucke sie hier. Ich komm hier grad mit der Gießkann’ vom Friedhof. Muss die
Blume gieße - bei fünf Gräber. Und wenn ich’s net mach, dann wachse die &nbsp;Disteln drauf. Geh’n se mal übern Friedhof.
Gucke se mal bei dem Grab von dem alte Herrn Z. Oben auf den Grabstein haben se
geschriebe: Mir werde dich nie vergesse, und unne wächst das Unkraut. Wisse was
- ich lass mich mal anonym bestatte. Da passiert mir das net, und &nbsp;de Kinner will ich auch net zur Last falle.
Könne se nicht mal dafür sorge, dass man bei uns auch ein anonymes Grab kriegen
kann.“ „Aber Frau K.“, sage ich, „sie wollen sich anonym bestatten lassen, wo
sie doch hier jeder kennt? Und nachher laufen wir auf der Wiese herum, und
suchen wo sie vielleicht irgendwo unten drunter sind und finden sie nicht“. &nbsp;„Ja, da habe se auch wieder recht. Ich hab
auch gedacht ob mer vielleicht hier auch mal ne Urnewand aufstellt. Da könnt
ich doch rein. Vielleicht kann mer das sogar an der Kirche mache. Da sind doch
auch noch die alten Grabsteine an der Wand. Und da hätt’ ich’s auch net so
weit.“ „Wissen sie was, Frau K.“ sage ich, „ das ist eine prima Idee. Schreiben
sie dazu doch mal einen Brief an den Kirchenvorstand, dann haben wir was auf
dem Tisch und können darüber beraten.“ Das hat sie dann auch gemacht. Der
Kirchenvorstand hat sich seinerseits wieder beraten lassen und herausgekommen
ist unser schöner Urnenfriedhof an der Kirche.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 10:49:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?neue-bestattungskultur</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Facebookrevolution]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Facebook"><![CDATA[Facebook]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1zx407m4"><div>

</div><div>Es ist eine alte Geschichte, aber ER macht es immer wieder
neu Die Sehnsucht von Menschen nach Freiheit. Ihr Gebet zum Himmel. Und ER
antwortet. “Ich habe das Schreien meines Volkes gehört.“ Gleichzeitig ist da
aber auch noch der verstockte Diktator, der Pharao. Der hat Angst um seine
Macht. Er will sie nicht gehen lassen. Doch nun, nach diesem Freitagsgebet,
sind sie durch. Der Durchbruch zur Freiheit ist gelungen. In 2. Mose 15
berichtet die Bibel: Da nahm die Prophetin Mirjam, die Schwester Aarons, die Trommel
in ihre Hand, und alle Frauen zogen hinter ihr hinaus mit Trommeln und in
Reigentänzen. Und Mirjam sang ihnen vor: Singt dem Herrn, denn hoch hat er sich
erhoben, Pferd und Reiter hat er ins Meer geschleudert</div><div>

</div><div>Christen, Muslime und Säkulare feierten den Durchbruch
gemeinsam auf dem gleichen Platz. Aus dem Gott Abrahams, dem Gott Isaaks und
dem Gott Jakobs wird der Eine, der aus der Sklaverei befreit. Aus drei
verschiedenen Heiligtümern, mit verschiedenen Kulten an verschiedenen Orten
wird eine Familiensaga.</div><div>

</div><div>Ich denke an unsere evangelischen Muslime im kirchlichen
Kindergarten, im evangelischen Religionsunterricht oder in unseren Vereinen.
Sie gehören doch längst zur Familie dazu und sind mit auf dem Weg in das
gelobte Land. „darin Milch und Honig fließt“.</div><div>

</div><div>Die Facebookrevolution hat man das Ganze genannt. Ist ja
auch ein treffendes Symbol das kleine f, diese Mischung aus Hirtenstab und
Kreuz (Danke übrigens all denen, die ich in dieser Woche zu meinem
Freundeskreis hinzufügen konnte))</div><div>

</div><div>Am Freitag ein spontanes Feuerwerk über Kairo. „Der HERR zog
vor ihnen her bei Nacht in einer Feuersäule“. Am Sonntagabend, dem 13. 2. habe
ich das Vergnügen Händels Feuerwerksmusik zu moderieren. Der neue Freundeskreis
Musik in der Kirche wird in Bischofsheim aus der Taufe gehoben. Damit es auch
in Zukunft einen Platz gibt für Mirjams Freiheitslied.</div><div>

</div><div>In dem Freundeskreis da können Sie nämlich Mitglied &nbsp;werden, egal ob sie evangelisch oder
katholisch sind, und viele versuchen heutzutage ja auch von beiden das Beste zu
leben. Auch mancher Heide findet an der schönen Musik seinen Gefallen und
bekommt über die Töne einen Zugang zum Feuer des Heiligen Geistes.</div><div>

</div><div>„Ich bin von Beruf Sonntagsredner und Beauftragter für die
Kommunikation des Evangeliums, früher hieß das mal Pfarrer,“ so stelle ich mich
vor, „aber die Zeiten ändern sich, und weil die Zeiten sich ändern sind wir
heute abend ja auch hier. Weil wir Menschen gerade in all den &nbsp;Veränderung die konstant gute Nachricht von
Gott in der Welt brauchen- &nbsp;und dafür nun
auch Freunde wie Sie, die das unterstützen.“</div><div>

</div><div>„Wie kann ich Mitglied in der evangelischen Kirchengemeinde
werden?“, fragt mich eine Frau. Sie ist 
seit Jahren bei unseren Veranstaltungen da und die Wachenbücher Kirche
ist auch die ihre. Aber deshalb aus der römisch-katholischen Kirche austreten
kommt nicht in Frage. Da würde sich die Großmutter im Grabe herumdrehen. Ich
finde, sie hat recht. Den Austritt aus einer anderen Religionsgemeinschaft zur
Vorbedingung der Aufnahme in die evangelische Kirche zu machen widerspricht evangelischer
Freiheit.</div><div>

</div><div>Ein Freundeskreis wie in Bischofsheim, ein Förderverein,
oder eine Stiftung wie in Wachenbuchen, vielleicht entsteht hier ein Stück
neuer Kirche. Niemand muss seine Herkunftskonfession ablegen, wenn er gute
Erfahrungen damit gemacht hat. Der Gott Abrahams ist kein anderer als der Gott
Isaaks oder Jakobs und die Meßlatte für die wahre Religion ist die Freiheit, in
die sie führt. &nbsp;</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 10:47:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?facebookrevolution</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Untergang des Pharao ]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Facebook"><![CDATA[Facebook]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_lg317mv6"><div>

</div><div>11.2.2011. Die Nachrichten tickern gerade: Mubarak
zurückgetreten. Dank Freitagsgebet und Facebook. Morgen läuft zur Kinderkirche
der Prinz von Ägypten im Gemeindehaus und für Sonntag 10.00 steht sowieso die
Predigt über den Exodus und das Lied der Mirjam über den Untergang des Pharao
auf dem Programm. Abends in Bischofsheim dann die Moderation zur Feuerwerksmusik &nbsp;Passt bisher alles. Und der HERR hat zur
Facebookgemeinde in dieser Woche auch viele hinzugetan.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 10:45:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?untergang-des-pharao-</link>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Internet und Facebook]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Internet"><![CDATA[Internet]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_c43k80p6"><div>

</div><div>Ich habe unsere Internetpräsenz überarbeitet. Von
der technischen Seite her ist sicher vieles noch zu verbessern (Woher kommt mir
Hilfe?) aber mir kommt es erst mal auf die Botschaft an. Ich habe mich außerdem
über die wachsende Facebook "Gemeinde" gefreut. Als erstes gleich
eine Anmeldung für ne Trauung. Wenn das kein gutes Zeichen ist.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 10:43:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?internet-und-facebook</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/c43k80p6</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[ein ganz normaler Sonntagsgottesdienst]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_30cn3655"><div>

</div><div>An diesem Sonntag gibt es für mich hier in der Kirche um
10.00 Uhr etwas ganz außergewöhnliches. Nämlich einen ganz normalen klassischen
Sonntagsgottesdienst. Mit viel Liturgie, langer Predigt und &nbsp;… na, ja wenn das früher ganz normale zum
Besonderen wird, dann hat &nbsp;das auch
wieder einen besonderen Reiz.</div><div>

</div><div>Zumal die nächsten beiden Wochen wieder Konzertmoderationen
auf dem Programm stehen.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 10:42:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?ein-ganz-normaler-sonntagsgottesdienst</link>
			<guid isPermaLink="false">https://kloster-hachborn.de/blog/rss/30cn3655</guid>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Neujahrskonzert - Wir suchen einen Hüttenwirt]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1be74gxe"><div>

</div><div>Neujahrskonzert in der Kirche,</div><div>

</div><div><span class="fs10">vor dem Segen sind noch ein paar kleine Sachen bekannt zu
geben. Wir suchen einen Hüttenwirt. Es war in beiden vergangenen Jahren ganz
nett, wenn man nach so einem Konzert draußen an der Hütte noch etwas zusammen
stehen und die Gemeinschaft pflegen konnte. Für heute Abend waren alle so
geschafft, dass sich im Vorfeld keiner gefunden hat. Wenn einer das in Zukunft
übernehmen will: bitte melden.</span></div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 10:39:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Sternsinger]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_139p94q4">Schön dass sie erschienen sind an diesem Abend:, Könige und Weise, Menschen die viel Arbeit hatten mit dem Stern und seiner Bedeutung und Menschen, die immer noch auf der Suche sind, nach dem Stern in ihrem Leben. Nach wegweisendem Licht aus der Dunkelheit.<div>Es ist nicht &nbsp;selbstverständlich, dass sie da sind. Die Hälfte unserer Sternsinger war krank. Wie sollte das gehen. Am Donnerstagmorgen sah es so aus, als hätten wir nur zwei Könige. &nbsp;Es müssen aber die heiligen drei Könige sein, sonst gilt der Segen nicht. Oh Gott, wo kriegen wir Kinder her?</div><div>Und dann geschieht soviel Schönes. Da sind Jugendliche, die mitdenken, mithelfen, organisieren.</div><div>Plötzlich sind auch Kinder da. Am Freitag, ruft Leon an „Ich kann.“ Gott sei Dank, der Dritte ist da. Und am Samstag waren noch 10 weitere da für die Sternsingeranfängergruppe. Dem Himmel sei Dank.</div><div>Der Chor singt was er eingeübt hat…. ich weiß noch nicht was, aber ich erwarte was Gutes.</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 10:38:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Winterfreizeit]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Winterfreizeit"><![CDATA[Winterfreizeit]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_dk70qmc0"><div>Ein besonderes Jubiläum hatte die Winterfreizeit der Kirchengemeinde. Alle die zum 10. mal mit dabei waren wurden diesmal zum Bürgermeister geladen &nbsp;und von der Wirtin Anni Fleidl mit einem zusätzlichen Präsent bedacht.</div><div>Auch in diesem Jahr war es wieder eine richtig tolle Gruppe, mit viel Spaß auf der Piste, Winterwanderwegen oder beim Spiel am Abend. Besonders erfreulich ist dabei auch die gute Altersmischung. Eine größere Jugendgruppe war mit dabei und meist altersgemischt ging es über die Pisten.</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 10:36:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Silvester]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_9afdu965"><div> &nbsp;</div><div>Das letzte Fest ist eine Hochzeit. 2 Chöre, Solistin, vollbesetzte Kirche. Ein richtig schöner Jahresschluss, ein tolle Idee für eine besondere Hochzeit.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 10:31:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[ Gedanken zur Taufe.]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_1x7c44m3"><div> &nbsp;</div><div>Taufe von Ben. Ein paar Gedanken zur Taufe.</div><div> &nbsp;</div><div>Die Taufe ist ein einmaliges Geschenk. Jeder Zwang ist hier falsch. Du kannst auch ohne Taufe zur Gemeinschaft des Glaubens gehören. Sie ist keine Vorbedingung für das Seelenheil. Allerdings frage ich mich manchmal schon: Was hindert Eltern eigentlich daran, ihren Kinder dieses schönste Geschenk zugute kommen zu lassen</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 10:30:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Heiligabend]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_5y8t14o9"><div> &nbsp;</div><div>Ich bin ab heute wieder offiziell im Dienst und das an dem Abend gleich vier Mal. Ich fühle mich wie neugeboren, gerade im Angesicht einer Situation wo du weißt: Jetzt hätte es auch zu Ende sein können. Eine Höllen und eine Himmelfahrt. In solchen Lebenssituationen öffnet sich etwas. Du fängst an vieles neu zu sehen und zu verstehen.</div><div> &nbsp;</div><div>Dank an den Neurochirurgen &nbsp;Dr. Felix Hübner. Der gute Arzt, die vielen guten Worten. Als die Schmerzen unerträglich wurden, waren auch alle Engel da. Die Schmerzen sind wieder weg.</div><div> &nbsp;</div><div>Das Krippenspielteam hat gute Arbeit geleistet. Da der Kopf &nbsp;einigermaßen frei war, wird auch die Vesperpredigt einigermaßen. Dass ich heute hier reden darf. Für mich ist das selbst so etwas wie ein wunderbares Weihnachtsgeschenk.</div><div> &nbsp;</div><div>In die Metteerzählung „fröhliche Weihnachten Benedicte“ habe ich ziemlich viel reingepackt. Die Verknüpfung von Tod und Neugeburt eines Kindes wird eine Gratwanderung. Ist aber realistisch. Mein spezielles Gebet: Alles Gute für Philipp in der Kinderklinik bei der bevorstehenden Operation.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 10:28:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Sehnsucht nach Erlösung]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_7s7h8490"><div> &nbsp;</div><div><span class="fs10lh1-5">Ich schreibe noch die Mail an den Tagesanzeiger</span><br></div><div> &nbsp;</div><div>Sehr geehrte Damen und Herren,</div><div> &nbsp;</div><div>wegen Abwesenheit in den nächsten Tagen sende ich Ihnen jetzt schon die Gedanken zum 3. Advent – 12. Dezember.</div><div> &nbsp;</div><div>Mit freundlichen Grüßen H<span class="fs10lh1-5">elmut Müller</span></div><div> &nbsp;</div><div>Gedanken zum 3. Advent, 12. Dezember</div><div> &nbsp;</div><div>Was kommt?</div><div> &nbsp;</div><div>Plötzlich ist er da, sitzt mir im Nacken und macht sich breit. Er bohrt sich in den Arm, zieht sich bis in den Daumen, lässt den Kopf sinken und verdrängt die Lebensfreude: Der Schmerz, ein höllischer Schmerz. Die üblichen Mittel helfen nicht. Termine müssen abgesagt werden, umplanen, Arzttermine machen, Schmerzmittel, dicke Hämmer. Dennoch finde ich nachts keinen Schlaf. Da nagt etwas, pocht, zieht und geht nicht weg. Am Ende der Woche steht es fest: Die Bandscheibe zwischen 5. und 6. Halswirbel drückt auf die Nervenwurzel und der Nerv feuert. Es tut nur noch weh.</div><div> &nbsp;</div><div>„Sehnsucht nach Erlösung“, steht über der 2. Adventswoche. Den Kopf &nbsp;wieder heben können, wieder schmerzfrei sein, ich spüre sehr elementar, was das bedeutet. Was wird kommen in den nächsten Tagen? &nbsp;Ich weiß es nicht.</div><div> &nbsp;</div><div>Advent - die Ankunft Gottes ist angesagt. Die Nachricht, dass er kommt eilt ihm schon voraus. &nbsp;Sie macht es erträglicher und gibt Kraft in der Zeit des Wartens. Mit ihm kommt Trost in Leid und Schmerz. Neue Verbindungen wachsen. Da ist soviel Anteilnahme, so viele gute Wünsche. Da sind Menschen, die jetzt Aufgaben übernehmen. Da sind Kinder, die weitermachen mit dem heiligen Spiel für die Christnacht, Jugendliche, die sich für sie engagieren. Immer wieder kommt jemand, ist einfach da, zur rechten Zeit am richtigen Ort. Gott sei Dank.</div><div> &nbsp;</div><div>Die biblischen &nbsp;Adventstexte erzählen wohl auch von Schmerz, Leid und Geschrei bis hin zum Weltuntergang, aber entscheidend ist: In all dem kommt auch Gott. Es kommen ein neuer Himmel und neue Erde, ein neues Bewusstsein für das Leben. Ich kann ganz anders mitfühlen, mitleiden und mich dann auch erst recht mit anderen freuen. Noch ist der Schmerz da. Er wird vergehen und es wird ein Kind geboren werden. Das letzte Fest wird eine &nbsp;Hochzeit sein.</div><div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 10:33:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?sehnsucht-nach-erloesung</link>
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			<title><![CDATA[Es war eine unruhige Nacht]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pers%C3%B6nliches"><![CDATA[Persönliches]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_2zs0pm8q"><div><big><big><b><span class="fs10lh1-5 ff1">14. November 2010</span></b></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><b></b></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><b><span class="fs12lh1-5 ff1">Es war eine unruhige Nacht</span></b><font size="2"><big><big><span class="fs12lh1-5 ff1"> </span></big></big></font><span class="fs10lh1-5 ff1">bis um 8.00 der Doktor aufmacht und eine erste Diagnose versucht. Starke Schmerzmittel helfen für den Anfang, Bestrahlung, Spritze, aber das ist mehr als eine Verrenkung oder Verspannung. Untersuchungen, Röntgenaufnahmen, Vermutungen. In die höllischen Schmerzen mischt sich die Erinnerung an den Tod.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Den Tod des Vaters damals vor 15. Jahren. Anfangs nur der kleine Schmerz in der Wirbelsäule, Orthopäden, Neurologen und dann nach Wochen die Diagnose. Krebs, die Tochterzelle eines Prostatakarzinoms im Rückenwirbel, nicht mehr operabel. Vielleicht noch mit Bestrahlung zu behandeln. Aber das Geschwür wächst weiter, wächst unaufhörlich hinein in den Wirbel, zerstört die Nervenstränge, Querschnittslähmung, Lähmung des Zwerchfells. Nur mit hohen Dosen von Morphium sind die Schmerzen noch erträglich zu halten.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Noch ein letztes Weihnachtsfest mit der Familie.. Die Feiertage am Krankenbett. Einfach nur dasein, dabei stehen, die Ohnmacht mittragen. Zu Neujahr war es zu Ende.</span></big></big></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 10:22:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Ich bin von der Bühne abgetreten]]></title>
			<author><![CDATA[Helmut G. Müller]]></author>
			<category domain="https://kloster-hachborn.de/blog/index.php?category=Pfarrer_in_Wachenbuchen"><![CDATA[Pfarrer in Wachenbuchen]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_f58yn4fx"><div><big><big><big><img class="image-0 fleft" src="https://kloster-hachborn.de/images/pfr.jpg"  title="" alt="" width="114" height="122" /><span class="fs10lh1-5 ff1">Ein letzter großer Auftritt. Die letzten Verbeugungen und dann ist der Vorhang gefallen. Es war ein wunderbarer Abend. Soviel gelacht wurde selten, so viel Freude bei allem Volk. Ein letztes Mal habe ich den korrekten Beamten mit Herz gespielt. Ein letztes Mal nach durchzechter Nacht das Lob der Vergänglichkeit feucht fröhlich besungen: "Es geht alles vorüber es geht alles vorbei "- und mich schon mal auf ein neues Leben eingestellt. Zugabe genehmigt. Der Kollektenhut war am Ende gut gefüllt. Dann noch die Abschiedsrede zum Publikum kurz vor Mitternacht im überfüllten Raum, als „Beauftragter für die Kommunikation des Evangeliums in Wachenbuchen“ &nbsp;bis mich Mitspieler Stefan unterbricht: „Wir wollen noch feiern“.</span></big></big></big><br></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Kirche ist nicht nur &nbsp;Wort sondern auch Sakrament. Zum reden und hören kommt noch die leibhaftige Begegnung hinzu. Das schmecken, fühlen und berühren, das tief Irdische mit dem Symbol der Schlange. Theaterparty also das letzte Mal -</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Heilige Kommunion im Jugendzentrum. Die altgläubigen Römer mögen mir die lateinischen Worte verzeihen, aber der Herr des Abendmahles ist ja nicht begrenzt auf alte Kirchenmauern. Und der Geist weht wann und wo immer er will. Er integriert Menschen aus allen Völkern und Kulturen in die Gemeinschaft des Glaubens. Wo der heilige Geist weht, da ist auch die Gemeinschaft, die Kommunion, eine Heilige Kommunion..</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Wenn es sich &nbsp;ergibt, dass die ordentlich berufene Presbyterin an der Theke das alte priesterliche Amt wahrnimmt, dann &nbsp;fragt keiner mehr nach der Konfession, weil man sich hier doch ganz selbstverständlich zueinander bekennt, weil hier neues Bekenntnis entsteht.</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Nachts um halb eins kommt zum Friedensgruß auf der großen Freiheit dann auch noch der Herr Jesus selber vorbei mit Maria Magdalena an der Hand. Aber das bleibt ein Geheimnis des Glaubens, denn die beiden &nbsp;kommen ganz dezent, wollen niemanden verschrecken, niemanden verärgern, und niemanden in Verlegenheit bringen. Schon gar nicht die in solchen evangelischen Fällen ja immer noch von päpstlicher Exkommunikation bedrohten römischen Katholiken. Die sollen in aller Freiheit und reinen Gewissens behaupten können: „Wir haben nur ein bisschen Spaß gehabt und es war ein guter Geist da.“ So &nbsp;liebt Gott die Welt.</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Auch über andere Geheimnisse dieser und anderer Nächte schweige ich dezent, denn wo der Engel Gabriel mit einem Ave Maria auftaucht oder der altgriechische Götterbote Hermes, da geschieht allemal eine Übersetzung des Geistlichen ins Fleischliche. Neues Leben mitten im Tod. Empfänglichkeit, Offenheit für die Zukunft. &nbsp;Neugeburt. Die anfängliche Verwirrung der Jungfrau im Lukasevangelium weicht erstarktem Lebensmut: „Fürchte dich nicht, du hast Gnade bei Gott gefunden“, sagt der Engel Gabriel damals in Weihnachtsgeschichte des Lukas vor 2000 Jahren. So ähnlich spricht er als Spezialengel für Hermeneutik, für Übersetzungen von einer Welt in die andere &nbsp;wohl auch heute noch.</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Wer weder mit Engeln noch mit antiken Göttern was anzufangen weiß, kann sich aber auch auf ein philosophisches Nachtgespräch einlassen, wie es Johannes 3 berichtet.</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Entscheidend ist was rauskommt, dass die Sache Hand und Fuß hat und mit Liebe gemacht ist.</span></big></big></big></div><div><big><big><big><font face="Arial"></font></big></big></big></div><div><big><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Ein von Liebe erfülltes Leben.</span></big></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">So hat Gott die Welt geliebt</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Gott hat die Welt geliebt, ganz und gar, mit Haut und Haaren, mit Wasser und Geist.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Weihnachtsgeschichten sind Liebesgeschichten. Sie erzählen von himmlisch-irdischen Begegnungen. Mit allem Schmerz des Vergänglichen, aber mehr noch der Lust und der Freude an dieser einmaligen Welt. Das Leben ist &nbsp;ein wunderbares Geschenk. Und alles was du zu tun brauchst ist, es einfach annehmen, glauben dass es für dich ist, glauben dass sich dir der Himmel schenkt, und dann das alles &nbsp;genießen. &nbsp;</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Gott richtet diese Welt nicht. Er verurteilt dich nicht. Du kannst in aller Freiheit leben &nbsp;und du kannst danach getrost deinen Weg gehen, wohin immer er dich auch führt.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Mich führte er für den nächsten Tag zum Gemeindehaus, um mit anderen die Bühne zu räumen. Jene Bretter, die die Welt bedeuten. Ich fahre sie zur Kirche. Hier werden sie aufgestapelt. Verwandelt zum Seitenaltar, Ort des Gebetes, Ort eine Last abzulegen am Kreuz, Ort für die Trauernden bei der Beerdigung, Ort für das Heilige Abendmahl zur Konfirmation. Ein Altar aus den Brettern des Weltbühnchens.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Für heute Abend haben wir ihn entfaltet zur Bühne für das große heilige Spiel zur Geburt Jesu Christi, und morgen ist es wieder ein Altar. Gut, dass unsere Küsterin zaubern kann. Mit schwarzen Tüchern, Kerzen und Blumen wird das, wo alle Welt darauf herumgelaufen ist zum Allerheiligsten.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Die Kinder waren schon da, an diesem Sonntagmorgen, dem 13. November, für Krippenspiel und Engelschor, und unsere Jugend, um diese Kinder auszubilden im Heiligen Theater. Das Stück ist geschrieben, ich übergebe es in ihre Hände. Noch müssen ein paar Rollen besetzt werden, aber sie werden sich finden. Über die Schule, über die Konfirmanden, oder einfach von Freund zu Freund.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Fast hätte ich es vergessen: der kleine Schluss-Segen für diese wunderbare Jugend. Noch einmal die Hände zusammen legen; und dann „Friede sei mit euch.“</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Frieden für diese Welt. Den Abendgottesdienst zum Volkstrauertag gestalten einige Konfirmanden mit. Sie lesen die Erinnerungen an den Krieg, die Zerstörung der jüdischen Gemeinde in Wachenbuchen. Sie entzünden die Kerzen am Holzkreuz und tragen das Kreuz hinaus vor das Tor, aus der heimeligen Kirche in die Unheimlichkeit der Welt. Dann geht die Gemeinde auseinander. Es waren nicht viele, aber für die Wenigen war es wichtig. Am wichtigsten vielleicht für die Konfirmanden selbst. „Wir haben diese Geschichten nicht gewusst“, erzählen jene, die dabei waren. „Sollen wir das Kreuz als Erinnerungszeichen hier draußen stehen lassen?“ „Ja“, sage ich und sie gehen.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Wind und Nieselregen löschen die Kerzen, bis auf zwei. Aber deren Flamme geht bis an das Holz. Ich lösche sie, damit das Kreuz nicht abbrennt und trage die beiden Balken wieder zurück in die Kirche. Mein Kreuz.</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Und plötzlich ist er da: Der Schmerz. Ein höllischer Schmerz</span></big></big></div><div><big><big><font face="Arial"></font></big></big></div><div><big><big><span class="fs10lh1-5 ff1">Ein anschließendes gutes Essen beim Hussein und &nbsp;eine Flasche exzellenten italienischer Weins betäuben ihn für den Anfang.</span></big></big></div></div>]]></description>
			<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 10:07:00 GMT</pubDate>
			<link>https://kloster-hachborn.de/blog/?ich-bin-von-der-buehne-abgetreten</link>
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